Der Wolfhager Stadtteil, einst Isede genannt, wird im kommenden Jahr 888 Jahre alt

Istha sucht 365 Freiwillige

Wolfgang Hensel

Istha. Vor 887 Jahren, also im Jahr 1123, kurz vor der Erfindung des Kompasses in China, wurde Istha als „Isede“ erstmals in einer Urkunde des Klosters Burghasungen erwähnt. Viele Generationen haben in Not und Elend ihr Dasein gefristet und mehrfach war Istha in der Vergangenheit durch seine Lage auch Schauplatz von kriegerischen Auseinandersetzungen.

Die Zeichen am Horizont stehen heute längst auf Veränderung. Schon seit Jahrzehnten sei zu beobachten, dass diese Veränderungen auch „unseren Alltag im Dorf immer stärker beeinflussen“, sagt Ortsvorsteher Wolfgang Hensel: „Unser Dorf, einst Mittelpunkt des Lebens für seine Bewohner, ist eher zu einem Ort geworden, in dem Fernseher, Computer und Bett stehen. Viele haben sich ins Private zurückgezogen.“

Vereine klagen

Die Vereine klagten immer stärker, dass nur noch wenige bereit seien, sich für gemeinschaftliche Anliegen zu engagieren. Hensel: „Gerade bei Jugendlichen, die das Leben in Istha zukünftig bestimmen werden, haben virtuelle Freunde im Internet oft eine größere Bedeutung als Gleichaltrige im Nachbarhaus oder Aktivitäten in den Vereinen.“ Jetzt wolle man ein anderes Zeichen setzen. „Damit wir unseren Wohnort und unsere Mitbewohner wieder stärker spüren, haben wir vor, im Jubiläumsjahr 2011, dem Jahr des 888-jährigen Bestehens, eine ganze Reihe von gemeinschaftlichen Tätigkeiten und Veranstaltungen geplant. Wir werden darüber im Einzelnen in den nächsten Wochen informieren“, so Hensel.

Eines dieser Vorhaben sei, gemeinsam eine Jahreschronik des Jubiläumsjahres 2011 zu schreiben.

Wolfgang Hensel: „Dafür suchen wir 365 Isthaer, die jeweils an einem Tag des Jahres ihre Erlebnisse aufschreiben.“ Die 365-Geschichten-Tage sollen am Ende des kommenden Jahres zu einer spannenden Dokumentation des dörflichen Lebens zusammen gefasst werden. 365 verschiedene Sichtweisen aus den Blickwinkeln unterschiedlicher Menschen, Kindern und Alten und Männern und Frauen mit ihren verschiedenen Ansichten und Beschreibungen, mit dem, was sie in Kindergarten, Schule, Beruf und Freizeit erleben und erlebt habe, werde Istha „in einem neuen Licht erscheinen lassen“, so Wolfgang Hensel. (awe)

Interessierte sollen sich melden bei Dieter Schrader (05692/995144), Wolfgang Hensel (05692/995345) und Wolfgang Hanske (05692/5797). Archivfoto:  nh

Quelle: HNA

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