Nötigung im Straßenverkehr: 18-jähriger Maurerlehrling zu Geldstrafe verurteilt

Jagd durch Treysas Straßen: 18-Jähriger zu Geldstrafe verurteilt

Marburg/Ziegenhain. Wegen zweifacher Nötigung im Straßenverkehr hat das Marburger Landgericht einen zum Tatzeitpunkt 18-jährigen Maurerlehrling aus dem Altkreis Ziegenhain in seiner Berufungsverhandlung zu einer Geldstrafe von 800 Euro verurteilt.

Außerdem muss der junge Mann an einem zweitägigen Verkehrserziehungsseminar teilnehmen und die Kosten des Verfahrens tragen.

Vor einem Jahr hatte das Amtsgericht Schwalmstadt den jungen Mann in erster Instanz zur Ableistung von 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit, einem zweitägigen Verkehrserziehungsseminar und den Kosten des Verfahrens verurteilt. Zusätzlich hatte es damals gegen ihn ein einmonatiges Fahrverbot verhängt.

Richter Wolf Winter begründete das milder ausgefallene Urteil in der für das Gericht mittlerweile deutlich erkennbaren höheren Reife des Angeklagten. „Sie sind seit 18 Monaten nicht mehr aufgefallen und machen auch sonst den Eindruck mittlerweile dem Flegelalter entwachsen zu sein“, stellte Richter Winter fest. Das Amtsgericht Schwalmstadt hatte es im September vergangenen Jahr als erwiesen angesehen, dass der jetzt 19-jährige Maurer im März vergangen Jahres eine andere Autofahrerin zweifach genötigt hatte. Der Maurerlehrling hatte in der Treysaer Friedrich-Ebert-Straße die vor ihm fahrende Frau überholt, sich vor sie gesetzt und dann grundlos so stark abgebremst, dass die Frau nur durch eine Vollbremsung einen Auffahrunfall hatte verhindern können. Danach war der junge Mann zu einem Parkplatz gefahren, hatte die Frau passieren lassen und sie anschließend am Ortsausgang von Treysa ein zweites Mal überholt.

Auf gleicher Höhe mit dem anderen Pkw war er immer dichter nach rechts an das andere Fahrzeug herangefahren, so dass die Fahrerin einen seitlichen Zusammenstoß nur durch ein erneutes starkes Abbremsen hatte verhindern können.

Der junge Mann und die Staatsanwaltschaft nahmen das Urteil des Landgerichts noch im Gerichtssaal an. (zaw)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare