Wichtig für die Erhaltung der biologischen Vielfalt

Jagd schützt Natur

Wolfhagen/Kassel. Die nachhaltige Nutzung von Naturgütern ist heutzutage weltweit anerkannt zum Schutz und zum Management von natürlichen Ressourcen und zur Erhaltung der biologischen Vielfalt.

      Nachhaltig ausgeübte Jagd ist naturgemäß eine Form der Nutzung der Natur, so Uwe Zindel, Forstamtsleiter in Wolfhagen. Seit Menschengedenken ernähren sich alle Lebewesen unserer Erde aus den natürlichen Vorkommen. Dies treffe auch für die heutigen Menschen zu. So habe der Mensch neben pflanzlicher Nahrung auch immer schon tierische Nahrung durch erbeutete Wildtiere zu sich genommen.

     Heute werden die meisten der bei uns lebenden Tiere nicht mehr bejagt oder stehen sogar unter Naturschutz. Einige Wildarten vermehren sich jedoch wegen fehlender natürlicher Feinde wie Wolf und Bär oder auch in Folge des enorm gestiegenen Maisanbaus (Biogas) zu stark, verursachen Schäden in Wald und Feld und müssen daher bejagt werden - in der Regel nach abgestimmten Plänen.

     Für Hirsche, Rehe und Wildschweine sei hierzulande die Jagd die einzige Möglichkeit, einen Wildbestand zu erhalten, den die Lebensräume verkraften können. Für Zindel, als Forstamtsleiter für die staatlichen Waldreviere im Raum Kassel/Wolfhagen zuständig, wirken sich auch zunehmende Ansprüche der Gesellschaft auf die Verträglichkeit von Wildbeständen aus.

Vermehrt Schäden

So zerschnitten viele Straßen die Landschaft, und hohe Wilddichten gefährdeten die Sicherheit des Verkehrs. Und: „Moderne Freizeitaktivitäten der Menschen wie Geo-Caching veranlassen das Wild, sich zu lange in den Dickungen zu verstecken, und so kommt es leider auch zu vermehrten Schäden durch Verbiss und das Abschälen der Baumrinde.“

Das Forstamt sei bemüht, die Lebensbedingungen der Wildtiere zu verbessern, aber auch den Ansprüchen der Bevölkerung gerecht zu werden und stabilen, artenreichen Wald für die Zukunft zu sichern.

Zurzeit ist wieder Jagdzeit, es könne dadurch zu kleineren Beeinträchtigungen kommen. Uwe Zindel appelliert, örtliche Hinweise und Absperrungen bei Jagden zu beachten. (red/bic)

Quelle: HNA

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