Zwei Boulebahnen erweitern die Angebotspalette

Freizeitgelände Kressenborn: Jagd auf das Schweinchen

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Premiere: Die ersten Würfe auf der neuen Boule-Anlage am Kressenborn in Dörnberg.

Dörnberg. Von wegen, eine ruhige Kugel schieben. Jeden Dienstag geht es in Dörnberg munter zur Sache. Um 17.30 Uhr kommt dort ein Trüppchen von 15 Männern zum Boule zusammen. Und dann wird mit harten Bandagen gekämpft.

Nun haben die Boule-Spieler zwei extra dafür angelegte Bahnen auf dem Dörnberger Freizeitgelände Kressenborn in Betrieb genommen. Die Gemeinde Habichtswald hat die Aktion unterstützt und den notwendigen Feinsplitt zur Verfügung gestellt. „Deshalb kann die Zwei-Bahnen-Anlage natürlich auch täglich von jedermann genutzt werden“, so Altbürgermeister und Boule-Gruppensprecher Wolfgang Ashauer. Beim Boule wird immer mit sechs Metallkugeln gespielt. Ziel der Akteure ist es, an der Abwurflinie stehend die Kugeln möglichst nah an der kleinen Zielkugel, dem „Schweinchen“ (französisch: Cochonnel) zu platzieren. Die Zielkugel wird immer vom anfangenden Spieler geworfen und sollte in einer Entfernung zwischen sechs und zehn Metern liegen. Erlaubt ist beim Boule natürlich auch, dass die nahe beim Schweinchen platzierten gegnerischen Kugeln weggedrückt oder weggeschossen werden. Die Mannschaft, die als erste 13 Punkte erzielt, darf sich als Sieger feiern lassen.

Wolfgang Ashauer: „Seit drei Jahren pflegen wir diesen Freizeitsport, die in Frankreich Pètanque heißt.“ Bevor es losgeht, werden die Mannschaften mittels Spielkarten zusammengelost, dann rollen oder fliegen die Kugeln. Vorher wird immer ein Schiedsrichter benannt, der entscheidet, welche Kugeln in die Punktewertung kommen.

Geselliges Beisammensein

Bei aller sportlicher Rivalität, da sind sich die Dörnberger Boule-Spieler einig, stehen das gesellige Beisammensein und die Gemeinschaft im Vordergrund. Wolfgang Ashauer: „Die Resonanz jedenfalls ist sehr groß.“ Inzwischen kämen zum Männerboule-Abend am Dienstag manchmal bis zu 40 Mitspieler vorbei.

Ab sofort gibt es in Dörnberg jeden Montag, ab 17.30 Uhr, einen eigenen Frauenspieltag.

Damit sich die Spielerinnen und Spieler während und nach dem Wettkampf etwas erholen können, wurde an den Boulebahnen eine aus massivem Holz bestehende Sitzgruppe mit Tisch und Bänken aufgestellt. Als Geschenk gebaut vom Dörnberger Urgestein Heinrich „Henner“ Schuwirth. (zih)

Quelle: HNA

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