Touristik-Service Kurhessisches Bergland nennt Aufsteiger und Verlierer 2013

Der Vorstand: Rainer Geisel, Tatjana Grau-Becker, Hartmut Spogat, Frank-Martin Neupärtl, Norbert Miltz und Birger Fey (von links). Foto: Rose

Ottrau - Der Touristik-Service Kurhessisches Bergland zieht eine positive Jahresbilanz: Das teilten am Rande der Mitgliederversammlung in Weißenborn der Vorsitzende Landrat Frank-Martin Neupärtl und der Geschäftsführer Rainer Geisel mit.

Aus der Fremdenverkehrsstatistik gehe ein minimaler Rückgang der Übernachtungen von 0,3 Prozent hervor. Im Vergleich zu anderen nordhessischen Landkreisen stehe der Schwalm-Eder-Kreis gut da.

Auffällig sei in diesem Jahr, dass sich einzelne Städte und Gemeinden extrem entwickelt hätten - sowohl in positiver als auch in negativer Sicht. Das lasse sich fast alles mit einzelbetrieblichen Gegebenheiten erklären, sagte Geisel. Die Eröffnung des Hotels Kloster Haydau beschert Morschen einen Zuwachs von 93,5 Prozent.

Dafür schlagen in Niedenstein und Melsungen die Schließungen des evangelischen Freizeitheimes und der Jugendherberge negativ zu Buche. Am Frielendorfer Silbersee sei ein Plus von 36,4 Prozent zu verzeichnen, negativ mache sich hingegen in Oberaula die geringere Zahl an vermietbaren Ferienhäusern des Parks Aulatal bemerkbar. Eine positive Gesamtentwicklung könne Borken (plus 21,3 Prozent), Fritzlar (plus 16,6 Prozent) und Malsfeld mit einem Plus von mehr als 50 Prozent bescheinigt werden. Erfreuliches zeichne sich auch bei den gemeindeübergreifenden Projekten entlang der Radwege ab: Der Schwalm-Radweg wird in einem zweiten Bauabschnitt erweitert. Die Kosten beliefen sich auf 514 000 Euro, teilte Neupärtl mit. Hierfür sei ein Zuschuss in Höhe von 308 000 Euro bewilligt worden.

Ebenfalls positiv beschieden wurde ein Förderhilfeantrag für den Bahnradweg. Nach der Bedarfsermittlung der Infrastruktur sollen hier 69 000 Euro investiert werden, der Zuschuss beträgt 34 500 Euro. Ein Schwerpunkt sei seit 2002 die Neustrukturierung der Tourismusarbeit in Hessen. „Im Drei-Ebenen-Modell hat sich der Touristik Service weiter positioniert“, sagte Geisel. Dadurch habe sich die Aufgabenstellung verändert.

Der neue Schwerpunkt liege nunmehr im Innenmarketing, der Klassifizierung von Betrieben sowie der Qualifizierung von Tourismusmitarbeitern.

Im Anschluss an die Versammlung stand außerdem eine Tourismuskonferenz auf der Agenda: Seit 2008 arbeitet der Verband mit der Dachmarke Grimm-Heimat-Nordhessen zusammen, erläuterte Neupärtl. Wie Betriebe die Dachmarke noch besser für sich nutzen könnten, sei deshalb immer wieder Thema der Versammlungen. Auch bewerbe man immer wieder, sich stärker in sozialen Netzwerken zu präsentieren und zu positionieren.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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