Das Rote Kreuz Borken feiert Jubiläum – Beginn als Freiwillige Sanitätskolonne

100 Jahre Menschlichkeit

Feldpostkarte von 1917: Gezeigt wird das Vereinslazarett Borken. Bald feiert das Borkener DRK sein 100-jähriges Bestehen. Foto: privat

Borken. Dr. Heinrich Reßmeyer war Arzt und Geburtshelfer in Borken – und das sogar im doppelten Sinn. Denn gemeinsam mit zwölf Borkener Mitstreitern rief er im April 1914 die „Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Borken“ ins Leben, den Vorläufer des heutigen DRK-Ortsvereins.

Das 100-jährige Bestehen wird am Wochenende, 19./20. Juli groß gefeiert (siehe Artikel unten). Bereits am 9. August 1914 wurde der „Vaterländische Frauenverein vom Roten Kreuz Borken“ gegründet, der sich vor allem der Kranken- und Wöchnerinnenpflege widmete. Unter Vorsitz von Apothekergattin Lina Stamm und Arztgattin Carla Reßmeyer schlossen sich schon bald über 100 Mitglieder zusammen.

1915 wurde das erste Einsatzfahrzeug für die Sanitätskolonne angeschafft: eine handgeführte Fahr- und Tragbahre zum Preis von 313,50 Mark. Im ersten Weltkrieg wurde ein Vereinslazarett mit 60 Betten in der Hoffmann’schen Villa eingerichtet, in dem vor allem im Schutz der Dunkelheit gearbeitet wurde. Mit der Eröffnung des Kraftwerks 1923 wurde die Sanitätskolonne für die Versorgung der Kranken und Verletzten zuständig. Sie transportierte auch Unfallverletzte. Die Zahl der Unfälle stieg, so wurde die Kolonne durch zehn Mitarbeiter des Kraftwerks vergrößert.

1927 kaufte die Preußische Elektrizitäts-AG (Preag) einen großen, motorisierten Rettungswagen mit zwei Tragen.

Die Betreuung von Flüchtlingen, Evakuierten und heimkehrenden Soldaten sowie der Suchdienst waren die Aufgaben des Borkener Roten Kreuzes nach 1945.

1946 begann der Wiederaufbau der dezimierten Sanitätsbereitschaft. 1952 bekam Borken den ersten Rotkreuz-Krankentransportwagen. Seit den 1950er Jahren engagieren sich Borkener DRKler im Katastrophenschutz.

1988 löste Reinhold Albers Bergwerksdirektor Walter Lohr als Vereinsvorsitzender ab. Der Ortsverein hat derzeit 552 Mitglieder, sie engagieren sich im Jugendrotkreuz, in der Bereitschaft, als Helfer vor Ort, in der Oldie-Bereitschaft, Sozialarbeit und anderen Gruppen. ARTIKEL UNTEN

Quelle: HNA

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