Die Jugendfeuerwehren feiern Jubiläum – Vorbereitung für Einsatzabteilungen

50 Jahre und sehr jung

In voller Montur hoch hinaus: Die Kreisjugendfeuerwehr Melsungen bei einem Wettkampf. Foto: privat

Schwalm-Eder. Die Feuerwehr bemüht sich sehr um den Nachwuchs, trotzdem sinkt die Zahl der jungen Mitglieder weiter. Aber es gibt in diesem Jahr auch viel Grund zur Freude. Die Hessische Jugendfeuerwehr (HJF) wird in diesem Jahr 50 und will dies feiern.

Der landesweite Zusammenschluss von 2150 Jugendfeuerwehren in ganz Hessen vertritt 33 000 organisierte Jugendliche und Kinder. Sie sind Teil der Deutschen Jugendfeuerwehr (DJF).

Eine starke Gemeinschaft

Auch im Schwalm-Eder-Kreis bilden die Jugendfeuerwehren im Jubiläumsjahr eine starke Gemeinschaft. „Es gibt im Landkreis 157 Jugendfeuerwehren und 57 Kinderfeuerwehren mit insgesamt 2652 Mitgliedern“, bilanziert der stellvertretende Kreisbrandinspektor und Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Ziegenhain, Robert Pfalzgraf. Stand vor 50 Jahren noch die Vorbereitung auf den Dienst in den Einsatzabteilungen im Vordergrund, so hat die Jugendfeuerwehr heute wesentlich mehr zu bieten.

Es gilt dabei auch, sich gegen andere Vereine und Freizeitaktivitäten zu behaupten.

Fragt man die Kinder und Jugendlichen, begeistert sie an der Jugendfeuerwehr vor allem Technik und Kameradschaft. „Natürlich wegen der großen Autos, und weil mir Feuerwehr einfach Spaß macht,“ sagt Philipp Hoffmann (12) aus Mengsberg. Aber auch der Wunsch anderen in Not helfen zu können, ist ein Motivationsfaktor, wie der 14-jährige Timo Horn von der Jugendfeuerwehr Treysa versichert. „Wir bieten den Kindern und Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr eine abwechslungsreiche und attraktive Freizeitbeschäftigung. Wichtig ist das richtige Mischungsverhältnis zwischen Feuerwehr und normaler Jugendarbeit“, erklärt der Treysaer Jugendwart Steffen Noll, während seine Schützlinge gerade mit Begeisterung einen imaginären Brand bekämpfen.

Nachwuchssorgen plagen

Das ist der richtige Weg, bestätigt auch der ranghöchste Feuerwehrmann im Schwalm-Eder-Kreis, Kreisbrandinspektor Werner Bähr. „Persönliche Eignung des Jugendwarts und enge Zusammenarbeit mit der Einsatzabteilung sind der Schlüssel für eine funktionierende Jugendfeuerwehr,“ sagt er. Wie bei den Einsatzabteilungen, plagen aber auch die Jugendfeuerwehren Nachwuchssorgen. So mussten beispielsweise die Jugendabteilungen der Feuerwehren im Kreisteil Ziegenhain in den vergangenen 13 Jahren einen Schwund von knapp 350 Mitglieder hinnehmen.

Nachwuchsschmieden

Manche Jugendfeuerwehr musste sogar aufgeben. Und das ist ein echtes Problem. Denn obwohl sich die Jugendfeuerwehren heute in erster Linie als moderne Jugendorganisation verstehen, sind sie nach wie vor auch Nachwuchsschmieden für die Einsatzabteilungen der Feuerwehren. • www.facebook.com/KreisjugendfeuerwehrMelsungen • www.kreisfeuerwehrverband-fritzlar-homberg.de • www.kjf-ziegenhain.org

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare