Ortsverband Wolfhagen des THW seit einem halben Jahrhundert Garant für Hilfe

50 Jahre technische Hilfe

Wolfhagen. Regelrecht aus dem Boden gestampft wurde am 10. Oktober 1960 der Ortsverband Wolfhagen des Technischen Hilfswerks (THW). Denn nur vier Monate zuvor war Bauingineur Gerhard Hanke vom Landesverband Hessen beauftragt worden, einen Ortsverband in Wolfhagen zu gründen. Das gesamte Technische Hilfswerk in Deutschland war damals erst sieben Jahre alt, sollte aber eine große Zukunft haben, mit einem Aufgabenfeld und einer Organisation, die noch heute auf der ganzen Welt einmalig sind.

Schubkarren und Säge

Mit 26 Freiwilligen, Schubkarren, Bergungsrucksäcken mit Wolldecken, Säge, Bohrer, Kreuzhacke, Hammer, Meißel und dem so genannten Bergebeil bestückt, ging es damals in Wolfhagen los, so berichtet Joachim Gerhold, ehemaliger Ortsbeauftragter des THW Wolfhagen und heutiger Geschäftsstellenleiter des Bereichs Homberg, wozu auch Wolfhagen zählt.

Viel Eigenleistung

Die Unterkunft war damals wechselnd, mal eine Baracke oder ein Nebenraum des alten Gaswerks an der Schützeberger Straße. Ein Jahr später, im Oktober 1961, erhielten die Wolfhager Helfer ihr erstes Fahrzeug, einen Mannschaftswagen. Mit viel Eigenleistung und Material vom Bundesministerium des Inneren wurde am Raiffeisenweg eine Unterkunft gebaut, später eine Fahrzeughalle und ein Anbau an die Unterkunft.

Seit den Anfängen des Wolfhager THW gab es auch in regelmäßigen Abständen Einsätze. Das THW, das früher stark auf die Wiederherstellung von Infrastruktur und das Bergen und Retten im Kriegs- oder Katastrophenfall ausgerichtet war, hatte auch seit seinen Anfängen in Wolfhagen immer wieder Einsätze der täglichen Gefahrenabwehr zu bewältigen. So galt es im Oktober 1962, eine durch Sturm umsturzgefährdete Linde vor dem alten Wolfhager Pfarrhaus zu fällen, oder im Juli 1984 die durch Hochwasser schwer beschädigte Betonbrücke bei Gut Hohenborn zu beseitigen.

Guter Draht zu anderen

Die THW-Helfer, die heute an den charakteristischen blauen Einsatzanzügen zu erkennen sind, hatten auch immer einen guten Draht zu den anderen Hilfsorganisationen, so berichtet die Festschrift des 25-jährigen Bestehens davon: „28. September 1974: Ein vergnüglicher Gemeinschaftsabend der Wolfhager Hilfsorganisation - Deutsches Rotes Kreuz, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk - macht die gute Zusammenarbeit deutlich.“

Von Alexander Blau

Quelle: HNA

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