Pontifikalamt mit Bischof Algermissen und Festakt

300 Jahre Ursulinenschule: „Wir ernten, was wir säen“

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300 Jahre Ursulinenschule: Pontifikalamt mit Bischof Algermissen und Festakt.

Fritzlar. Was kann Schule im Wettstreit mit den vielen Kräften des Relativismus und Materialismus, die auf junge Menschen einwirken, leisten? Schaue man auf den unmittelbar sichtbaren und messbaren Erfolg allen Bemühens, dränge sich die Frage auf, ob sich der große Aufwand überhaupt noch lohnt.

Fragen, auf die sich Bischof Franz-Josef Algermissen am Montagmorgen im Fritzlarer Dom die Antwort selbst gab: Man ernte eines Tages, was man säe.

Viel Wissen und Glauben gesät hat die Fritzlarer Ursulinenschule: Seit 300 Jahren gibt es die Ursulinenschule. Gestern wurde das mit einem Pontifikalamt mit Bischof Algermissen und anschließend mit einem Festakt in der Sporthalle der Schule gefeiert. Die Freude darüber war groß bei der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und der Ursulinenschule.

Die Kirche habe den Schwestern viel zu verdanken, sagte Algermissen. „Die sieben katholischen Schulen in unserem Bistum haben für mich einen ganz hohen Stellenwert. Und das selbst in einer Zeit, da die Mittel begrenzt sind“, betonte er. Algermissen freute sich darüber, dass die Zahl der Anmeldungen in katholischen Schulen seit vielen Jahren erfreulich hoch sei. Das zeuge von der großen Wertschätzung der Eltern und vom Vertrauen, das sie in die katholischen Schulen setzen. „Der Vertrauensvorschuss macht mich als Bischof froh.“ Zugleich dankte er den Lehrern und Schwestern dafür, dass sie das Leitbild der katholischen Kirche in die Wirklichkeit umsetzten.

Geheimnis in jedem Schüler

Im Mittelpunkt dieser Erziehung und Bildung stehe der einzelne junge Mensch. Dies setze Ehrfurcht vor dem Geheimnis voraus, das einem in jedem Schüler begegne, so der Bischof weiter. „Erziehen und bilden heißt, den jungen Menschen in seinem mitunter provozierenden Verhalten annehmen und achten; ihm in einem Klima des Vertrauens zu helfen, die Talente zu entfalten, damit er der werden kann, der er nach dem Plan Gottes ist und immer mehr werden soll.“

Die Schwierigkeiten, denen man bei der Umsetzung des Bildungsprogramms – heute mehr denn je – begegne, dürfen nicht dazu verleiten, das Leitbild selbst preiszugeben, sagte Algermissen. „Täten wir das, würden wir etwa auf das spezifisch Christliche unserer Schulen verzichten, hätte es freilich keinen Sinn mehr, Energien, Personen wie Finanzen zum Erhalt einer Einrichtung aufzubieten, die nur dem Namen nach katholisch wäre.“

Im Anschluss an das Pontifikalamt zogen die Gäste vom Dom in die Sporthalle der Ursulinenschule.

Fotos des Pontifikalamtes

300 Jahre Ursulinenschule Fritzlar

Quelle: HNA

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