Neues Wohngebiet wird erschlossen

Jahresausblick: Niedenstein plant neue Straßen, Kita und Spielplatz

Die Kita Frechdachse könnte bald einen neuen Nachbarn bekommen: Die Stadt plant derzeit eine dritte städtische Kindertagesstätte.
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Die Kita Frechdachse könnte bald einen neuen Nachbarn bekommen: Die Stadt plant derzeit eine dritte städtische Kindertagesstätte.

Auch abseits der Coronapandemie stehen in den Kommunen wichtige Projekte und Themen an. Wir geben einen Überblick zum Jahresbeginn. Heute: Niedenstein.

Politik

Die Niedensteiner dürfen am 14. März gleich mehrfach ihre Stimme abgeben: Zeitgleich zur Kommunal- und Landratswahl stellt sich Bürgermeister Frank Grunewald zur Abstimmung. Er kandidiert für eine zweite Amtszeit. Einen Gegenkandidaten hat er nicht. Bis zur Wahl solle das Rathaus-Team einmal wöchentlich auf Corona getestet werden, berichtet Bürgermeister Frank Grunewald.

Außerdem stockt die Stadt die Wahllokale auf: Zusätzlich zu den sechs Wahllokalen und einem Briefwahllokal soll ein weiteres zur Auszählung der Briefwählerstimmen eingerichtet werden, sagt Grunewald. Darüber hinaus werden die Wahllokale verlagert. So entstehen etwa in der Kita Frechdachse, dem Feuerwehrhaus Niedenstein und dem Kirchberger Dorfgemeinschaftshaus Räume zur Stimmabgabe.

Bauen

Nahezu alle anstehenden Projekte spielen sich im „Neuen Zentrum“ ab: Bis 2005 wurden auf dem Festplatz neben dem Hallenbad Heimatfeste organisiert. Seither wird der Platz kaum mehr genutzt. „Das muss sich jetzt endlich ändern“, sagt Grunewald. Auf etwa 9000 Quadratmetern soll ein Mehrgenerationenspielplatz entstehen, angrenzende Wiesen und der Goddelbusch sollen miteinbezogen werden. Dazu plant die Stadt eine Bürgerbeteiligung – gemeinsam sollen Wünsche und Ideen gesammelt werden. Die Planungsphase könnte dann im Frühjahr 2022 abgeschlossen sein. Tennisplätze und Skateranlage sollen in die Umgestaltung ebenfalls mit einbezogen werden.

„Wir brauchen eine dritte städtische Kita.“ Mit den Planungen für die dreigruppige Kindertagesstätte soll in diesem Jahr begonnen werden. Eine erste Idee: Ein Neubau neben der Kita Frechdachse. „Dann könnte der Spielplatz eventuell gemeinsam genutzt werden“, so Grunewald. Im Zuge der Planungen für das neue Baugebiet im „Neuen Zentrum“ entstehen ebenfalls zwei neue Straßen. Der Gassenhausener Weg wird verlängert und erhält eine Anbindung zum Baugebiet. Die Schulstraße wird umgeleitet, um die Verkehrssituation vor Kita und Awo-Altenzentrum sicherer zu gestalten.

Wohnen

Zwischen Wichdorf und Niedenstein entstehen knapp 30 neue Bauplätze. „Zurzeit fragen wir noch einmal alle 60 Interessenten an“, berichtet der Rathauschef. Sobald alles abgeklopft und Grundstücksgrößen festgelegt wurden, sollen der Tiefbau ausgeschrieben werden. „Dann könnten wir im April mit der Erschließung beginnen.“ Wenn alles gut läuft, könnten noch im Herbst die ersten Häuser gebaut werden. Ebenfalls noch 2021 startet der Bau der neuen Seniorenwohnanlage gegenüber des Awo-Altenzentrums. 29 barrierefreie Wohnungen mit etwa 48, 58 und 86 Quadratmetern sollen entstehen. Auf 1000 Quadratmetern sei eine Außenbegegnungsstätte geplant, so Grunewald.

Feuerwehr

Der Umzug der Feuerwehren Niedenstein und Wichdorf in ihr neues, gemeinsames Haus steht im Februar an. „Beim Innenausbau sind wir in den letzten Zügen“, berichtet Grunewald. Etwa eineinhalb Jahre Bauzeit liegt hinter der Stadt, knapp 300 Stunden haben die Einsatzkräfte in Eigenleistung in das Gebäude an der Goethestraße investiert: Übungshof und Parkplatz wurden gepflastert, Antennenkabel verlegt, Innenräume gestrichen, die Außenanlage bepflanzt und die Parkplatzbeleuchtung errichtet sowie Spinde und der Übungsturm aufgebaut, teilt die Stadt mit. (Chantal Müller)

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