Jahresbilanz

Habichtswalder Brandschützer wurden zu 57 Einsätzen gerufen

Ausbildung auf hohem Niveau: Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Habichtswald haben viel Zeit in ihre Ausbildung investiert, einige wurden nun für ihren Fleiß belohnt. Das Foto zeigt die Beförderten mit Gemeindebrandinspektor Pascal Kumpies (rechts), dessen Vize Thomas Rudolh (links) und Bürgermeister Thomas Raue. Fotos: Hoffmann

Habichtswald. Gleich 57-mal mussten die Mitglieder der Habichtswalder Feuerwehren im vergangenen Jahr ausrücken. Gemessen an den 80 Einsätzen im Jahr 2013 ein eher ruhiges Jahr, könnte man auf den ersten Blick meinen.

„Zwar ist die Zahl nach unten gegangen, doch liegt das daran, dass wir im Jahr zuvor allein 30 Unwettereinsätze hatten", so Gemeindebrandinspektor Pascal Kumpies am Samstag während der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Habichtswalder Wehren.

In den Bereichen Brand, Technische Hilfe und Brandsicherheitsdienste sei die Zahl der Einsätze in etwa gleich geblieben, wobei besonders zwei Hausbrände in Dörnberg und Ehlen hervorzuheben seien. Beide hätten in den Morgenstunden während der Kernarbeitszeit das Problem mit sich gebracht, ausreichend Feuerwehrkameraden zum Einsatz zu bekommen. „Eine enge Zusammenarbeit mit den umliegenden Wehren ist für uns in solchen Fällen sehr wichtig“, so Kumpies.

Ein Zusammenrücken der zwei Gemeindewehren selbst ist Bürgermeister Thomas Raue ein wichtiges Anliegen: „Eine professionelle Arbeit hat keinen Platz für Barrieren, Schranken und Gräben zwischen den zwei Ortsteilen.“ Dass sich die Feuerwehrleute aus den Ortsteilen hier längst mit offenem Visier auf Augenhöhe begegnen, ist für Kreisbrandinspektor Kumpies eine Selbstverständlichkeit: „Hier haben wir bereits viel erreicht.“ Das sei enorm wichtig, betonte auch Kreisbrandmeister Uwe Kreisel, schließlich sei es „nicht ohne“, was die Habichtswalder Kameraden leisteten, allein durch die Betreuung des nahe gelegenen Autobahnabschnitts.

Entlastung, zumindest im Bereich der Gerätewartung, bekommen die Habichtswalder seit einiger Zeit dank des Dienstleistungszentrums Wolfhagen. „Sicherheit kostet, wir investieren hier einen vierstelligen Betrag“, so Kumpies, der zudem über die gelungene Einführung des Digitalfunks, zahlreiche Übungseinsätze, Bernd Enders herausragendes Engagement in der Brandschutzaufklärung sowie die Arbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen berichtete.

Eine kümmere sich intensiv um die immer wiederkehrenden Umweltereignisse. „Wir wollen nicht nur Schäden beseitigen, sondern verhindern, haben daher mit der Gemeinde bereits erste Arbeiten umgesetzt, Bäume gefällt, Gräben bereinigt.

Zahlreiche Ehrungen und Beförderungen gab es während der Jahreshauptversammlung:

Feuerwehrmann/frau-Anwärter/in dürfen sich künftig Leon Kanwischer, Dennis Bindbeutel, Leon Domrich und Sonja Embacher nennen. Saskia Mahrhofer wurde zur Oberfeuerwehrfrau befördert, Elena Sophia Müller zur Feuerwehrfrau und die Kameraden Tino Kloppmann, Julian Köhler, Alexander Großmann und Dieter Schäfer zu Feuerwehrmännern. Als Hauptfeuerwehrmänner und -frau werden künftig Sören Wicke, Nick Kaczmarek, Christian Wolf und Jennifer Wannof im Einsatz sein, Andreas Schuwirth als Hauptlöschmeister und Sebastian Lauinger als Brandmeister.

Über das Silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande für 25 Jahre aktiven und pflichttreuen Dienst freute sich Falco Ledderhose, während Florian Carl und Dennis Bremerich mit der Florian-Medaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Bronze für ihre um die Förderung der Jugendarbeit erworbenen Verdienste belohnt wurden. Anerkennungsprämien für ihren Einsatz gingen zudem an Heiko Büchling (für 30 Jahre) und Natalie Kumpies (für zehn Jahre). (zhf)

Quelle: HNA

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