Karnevalsfreunde Schwarzenborn bereiten närrisches Programm vor

Noch wird nicht viel verraten: Die Karnevalsfreunde Schwarzenborn zeigen einige Requisiten des aktuellen Programms. Seit Herbst proben die Männer wöchentlich, um die Zuschauer mit Witz und Humor durch den närrischen Abend zu lenken. Fotos:  Rose

Schwarzenborn. Nicht nur auf dem Fußballplatz sind elf Männer eine eingeschworene Gemeinschaft. Auch in Schwarzenborn wollen elf Männer punkten: im Karneval.

Die Karnevalsfreunde gründeten sich vor etwa 20 Jahren aus der Altherren-Abteilung des Sportvereins. Und entwickelten sich zur absoluten Erfolgsgeschichte: „Anfangs kamen 70 Zuschauer, heute sind es 300“, erzählt Wolfgang Marx. Seit Ende der 1990er-Jahren organisieren die Männer das närrische Treiben in der Kulturhalle – vom Programm über den Hallenschmuck bis zur Bewirtung.

„Wir haben vor allem tolerante Frauen, die die Narretei mitmachen“, erklärt Michael Gutheil. Doch bei der Programmgestaltung lassen sich die Männer dann doch nicht so gern in die Karten schauen. Wert legen die Schwarzenborner darauf, dass ihr närrischer Abend eben nicht die klassischen Zutaten einer Prunksitzung enthält. „Bei uns gibt es keine Büttenreden, sondern kurze Sketsche und immer wieder Pausen zum Tanzen“, sagt Karlheinz Schneider. Lokale Begebenheiten würden satirisch in einer Nachrichtensendung aufbereitet, fester Bestandteil sei der Auftritt des Männerballetts sowie ein etwas anderer Werbeblock. Seit Herbst feilen die Männer am Programm.

Mittlerweile sind die 29- bis 60-Jährigen ein eingespieltes Team: „Wir freuen uns, dass wir einen guten Ruf haben. Das beweist auch der Zuspruch. Regelmäßig kommen Gäste aus Wernswig und Raboldshausen“, sagt Marx. Dass beim närrischen Treiben auf der Bühne auch mal etwas schief gehen kann, nehmen die Männer sportlich: „Im Bestfall merkt das Publikum nichts davon“, meint Carsten Straßburger. Bei der einen oder anderen halsbrecherischen Tanzeinlage habe es jedoch schon Stürze gegeben – die glücklicherweise glimpflich ausgingen.

Diesmal mit von der Partie sind Karlheinz Schneider, Martin Löwer, Christian Nierichlo, Carsten Straßburger, Jürgen Möller, Jochen Streck, Michael Gutheil, Wolfgang Marx, Karsten Itzenhäuser, Reiner Munk, Jürgen Dickhaut sowie DJ André Dickhaut. Seit drei Jahren tritt außerdem die Garde „Die Rotlinge“ auf: „Das war eine echte Schnapsidee“, erzählt Maren Heyde. Beim Genuss von reichlich „Rotling“ – einer Weinsorte – taten sich die jungen Frauen zum Tanzen zusammen. Elf Damen zwischen 15 und 22 Jahren trainieren seitdem mehrmals wöchentlich. „Meist mithilfe von Videos aus dem Internet“, erzählt Heyde. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen: Davon können sich die Gäste beim Schwarzenborner Karneval Mitte Februar überzeugen.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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