Sänger Norman Keil gastierte im Wolfhager Kulturladen

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Berührt auf allen Ebenen: Norman Keil. Mit eigenem Programm und unterstützt von Nils Hofmann gastierte der Gitarrist der Wingenfelder-Brüder in Wolfhagen.

Wolfhagen. Mit den Wingenfelder-Brüdern und einstigen Machern der Erfolgsband „Fury in the Slaughterhouse“ hat er als Gitarrist im vergangenen Jahr schon einmal eine umjubelte Show auf die Bühne des Kulturladens gelegt.

So auch am Freitagabend wieder, diesmal mit eigenem Programm und vor nicht ganz so großem Publikum, dafür mit umso mehr Leidenschaft.

Omas alte Stehlampe macht die Wohnzimmeratmosphäre perfekt, als der sympathische Singer-/Songwriter seine gefühlvollen Songs auspackt und sie gemeinsam mit seinem musikalischen Partner Nils Hofmann in ein wohliges Kleid aus sanften Gitarren- und Pianoklängen hüllt. Der Gesang ausdrucksstark, die Melodien eingängig, das Gesamtpaket stimmig.

Wohldosiert

Vielleicht auch, weil Keil auf die übliche Singer-/Songwriter-Manier verzichtet, die Akustikklampfen wohldosiert um Piano, E-Gitarre und Melodica ergänzt und dabei dennoch so authentisch wirkt, wie man es von einem Künstler seines Genres erwartet. „Auch wenn wir nur zu zweit hier stehen, klingen müssen wir wie der König der Löwen“, sagt er, schließt die Augen und huldigt seiner „Königin“, einem Song des aktuellen Albums „Staubige Platte“.

Er habe sich auf Tournee begeben, um Geschichten zu erzählen, sein Publikum zum Lachen und Weinen zu bringen, die Herzen der Frauen zu erobern. All das gelingt ihm spielend mit Geschichten aus seinem eigenen oder aus dem Leben anderer. Geschichten, die es wirklich gibt. Geschichten, die den Zuhörer tief berühren. Keine Oberflächlichkeiten, die über mäßiges Songwriting hinwegtäuschen müssen, sondern hörenswerte Erlebnisse, die zum echten Mittelpunkt der Musik heranreifen und sich als untrennbare Einheit Gehör verschaffen wollen.

Vergleiche mit Kollegen wie Philipp Poisel oder Clueso liegen da nahe, Norman Keil macht eben Gefühlsmusik, die das Publikum auf allen Ebenen berührt – musikalisch, gesanglich und inhaltlich. So, wie es auch die berühmten Kollegen tun.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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