Girls’ Day: Mädchen schnupperten in den Arbeitsalltag einer Hufschmiedin hinein

Jedem Pferd seine Eisen

Einsatz am Pferd: Am Girls’ Day begleiteten (von links) Saskia Tilger (13), Luisa Rauthe (14) und Marie Geus (13) die Weißenbörner Hufschmiedin Eva Fröhlich bei ihrer Arbeit. Foto: Heist

Schwalmstadt. Hufe raspeln, Eisen erhitzen, anpassen und Pferde beschlagen –- am gestrigen Girls’ Day (wir berichteten) zeigte Eva Fröhlich drei Mädchen, was es heißt, als Hufschmiedin zu arbeiten.

Saskia Tilger (13) und Marie Geus (13) aus Neustadt sowie Luisa Rauthe (14) aus Freudenthal staunten nicht schlecht. Bei der 24-jährigen Hufschmiedin aus Weißenborn saß jeder Handgriff. Im Nu hatte sie dem 17-jährigen Bonito aus Schwalmstadt neue Eisen angepasst und ihn beschlagen. Der Wallach arbeitete bereitwillig mit und ließ die Prozedur geduldig über sich ergehen.

Saskia, Marie und Luisa nutzten den Girls’ Day, um sich ein Bild über den Arbeitsalltag der Hufschmiedin zu machen und begleiteten sie einen Tag lang bei ihrer Tour durch die Schwalm.

Faszinierender Beruf

„Wir wollten einfach mal in den Beruf rein schnuppern“, erklärten die Mädchen. Es sei faszinierend zu sehen, wie die Weißenbörnerin mit den Pferden umgehe, wie geschickt sie bei ihrer Arbeit sei und wie gut sie alles mache.

Marie und Luisa haben Erfahrung mit Pferden und begeistern sich seit gut vier Jahren für den Reitsport. Saskia reitet nicht, aber auch ihr haben es die edlen Tiere angetan.

„Das ist jetzt schon der zweite Hof und das dritte Pferd“, erklärten die Mädchen. Morgens gegen neun Uhr seien sie mit der Hufschmiedin aufgebrochen.

„Hufschmiedin ist an sich schon ein körperlich anstrengender Beruf“, sagte Fröhlich. Sie kenne rund zehn Frauen, die den Beruf ausübten. Mit so großem Interesse habe sie nicht gerechnet. Insgesamt hätten sich vier Mädchen bei ihr gemeldet. In ihrem Wagen sei jedoch leider nur Platz für drei gewesen. Insgesamt vier Höfe fahre sie heute an, berichtete die 24-jährige Weißenbörnerin, die seit eineinhalb Jahren selbstständig ist. Es gäbe noch einige Pferde zu beschlagen. Es sei ein recht voller Tag, an dem sie den Mädchen viel zeigen könne.

Metallbauerin

Bevor Fröhlich den Beruf der Hufschmiedin erlernte, machte sie eine Ausbildung zur Metallbauerin. „Schon mit dem Ziel, Hufschmiedin zu werden“, erklärte die 24-Jährige. Ihre Entscheidung bereue sie nicht: „Ich hab es mir so vorgestellt und es ist auch so gekommen.“ Solange es Pferdefreunde gäbe, werde es auch ihren Beruf geben.

Quelle: HNA

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