Auswertung unserer Umfrage

Jedem zweiten Melsunger gefällt die Beleuchtung der Bartenwetzerbrücke nicht

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Lampen an den Brückenteilen angebracht: Die beleuchtete Bartenwetzerbrücke sieht auf Fotos laut Aussage vieler Beobachter wesentlich schöner aus als in echt. Im Bild ist die Brücke während der Inbetriebnahme Anfang November zu sehen.

Melsungen. Als die Bartenwetzerbrücke vor gut drei Wochen zum ersten Mal beleuchtet wurde, war die Spannung groß. Doch viele Melsunger sind enttäuscht, wie die Idee umgesetzt wurde.

Von 300 Lesern, die online abgestimmt haben, findet die Hälfte die Beleuchtung zwar super, die anderen 150 Leser finden die Umsetzung allerdings nicht optimal (39 Prozent) oder wünschen sich sogar wieder eine Brücke ohne die LED-Lampen (11 Prozent). Bürgermeister Markus Boucsein kündigte auf Anfrage an, dass bei der Umsetzung noch mal nachgebessert werden soll.

Das sagen die Melsunger

Auch zahlreiche Zuschriften von Melsungern haben uns erreicht. Dort gibt es viel Lob für die Idee, allerdings ausschließlich Kritik für die Umsetzung und viele Verbesserungsvorschläge. „Generell finde ich die Beleuchtung gut“, sagt zum Beispiel Bernd Ohlssen. „Aber ein deutlich wärmeres Licht fände ich angenehmer.“

Auch Peter Seeck hält die Beleuchtung „für eine gute Sache“, die Brücke würde noch besser zur Geltung kommen, wenn die Innenbögen beleuchtet würden, meint er. Die Umsetzung sei komplett misslungen, findet Madelaine Maria Foet. „Die Leuchtkörper sichtbar zu installieren, ist optisch schlecht. Die Leuchtmittel sind viel zu grell.“ Man müsse die Lampen verkleiden oder unter den Bögen installieren, schlägt sie vor. „Der jetzige Zustand der Beleuchtung ist ein Negativbeitrag für Melsungen.“

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Monika Marställer sieht es ähnlich: „Die Idee finde ich sehr gut. Aber diese Art gefällt mir überhaupt nicht. Es sieht aus wie eine Beleuchtung mit den alten, hässlichen Neonröhren.“ Man hätte, so wie bei vielem, mal über den Tellerrand gucken können, wie es andere Städte machen, betont die Melsungerin.

Das sagen die Beteiligten

Heinrich Ostheim, Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsvereins, hatte sich bereits in unserem jüngsten Artikel zur Beleuchtung geäußert.

Markus Boucsein

Bei der Beleuchtungsart handele es sich um einen Kompromiss. Die Lösung halte er aber nach wie vor für die beste, die zur Auswahl stand, sagte er. Bürgermeister Markus Boucsein sagte gestern auf HNA-Anfrage, dass die Umsetzung mit allen Beteiligten nun noch einmal überprüft werden soll.

„Ich würde es nicht als hässlich bezeichnen, aber der Effekt, den wir erwartet haben, geht ein bisschen verloren“, räumt der Rathaus-Chef ein. Das Projekt sei super, um das Wahrzeichen Melsungens hervorzuheben, „aber man kann das noch optimieren und das sollte man auch tun“. Noch einmal diskutiert werden, müsse die Möglichkeit, die Lampen abzudecken, damit das Licht nicht so abstrahlt.

Quelle: HNA

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