Familie aus Seligenstadt machte Reiterurlaub auf der Hennemühle im Beisetal

Jeden Tag bei den Pferden

Reiterferien im Beisetal: Gesa (links, 7 Jahre) und ihre Schwester Wiebke (10) machen mit ihren Eltern Urlaub auf dem Gestüt Hennemühle. Im Bild mit ihrem Pflegepferd Dorle. Foto: Grenzebach

Knüllwald. Reiten, wandern und ausruhen – das waren die Reiseziele der Familie Joh aus Seligenstadt. Vater Ralph, Mutter Inge und die Töchter Wiebke (10 Jahre) und Gesa (7) machten auf dem Fjordgestüt Hennemühle im Beisetal Urlaub.

Die Hennemühle, die einst eine mit Wasserkraft betriebene Mühle war, liegt eingebettet in eine wunderschöne Landschaft. „Ich habe im Internet nach Reiterhöfen gesucht“, berichtete Inge Joh „und ausschlaggebend für die Hennemühle war die großzügige Ferienwohnung.“ Und die Nähe zur Heimat: Es sind 180 Kilometer bis Seligenstadt.

Familie Joh verbrachte ihren Urlaub zum ersten Mal im Beisetal. „Die letzten zwei Jahre waren wir in Nentershausen: Urlaub auf dem Bauernhof“, erzählte die Mutter weiter, „da war Reiten noch nicht so interessant, aber mittlerweile sind die Kinder größer.“

Morgens frühstückte die Familie gemeinsam, und ab 9.15 Uhr waren die Kinder draußen und kamen erst abends wieder ins Haus. Das Ehepaar Joh nutzte die kinderfreie Zeit unterschiedlich. Die begeisterte Wanderin Inge Joh lief den Ars Natura von Melsungen nach Spangenberg. „Das war wunderbar. Am Ziel angekommen habe ich meinen Mann angerufen, der mich abgeholt hat, und wir sind dann noch schön Essen gegangen.“ Sie hatte auch einen Wanderpfad von Heinebach nach Rotenburg ausgekundschaftet. „Aber in Heinebach musste ich mir erstmal einen Regenschirm kaufen. Das Wetter war nicht so gut.“

Ihr Mann Ralph hingegen legte die Beine hoch. „Da ich beruflich sehr eingespannt war, habe ich das Nichtstun genossen.“ Gemeinsam war das Ehepaar in Rotenburg und zwei Mal in Melsungen, und sie waren fasziniert von Landschaft, Fachwerk und den kleinen Lädchen in den Innenstädten.

Auch die Schwestern Wiebke und Gesa, die bislang nur Voltigiererfahrung hatten, kamen auf dem Reiterhof auf ihre Kosten. „Wir haben hier viel über die Pferde und ihre Pflege gelernt“, sagte die zehnjährige Wiebke. Pferde von der Weide holen, striegeln, Hufe säubern, richtiges Satteln lernen – die Mädchen waren voll in den Pferdealltag eingebunden. Auch das Reiten in der Reithalle, auf dem Reitplatz oder Ausritte und Ausflüge kamen nicht zu kurz. Beim letzten Ausflug – im Schritt – wurden die Pferde noch geführt, „weil wir noch nicht so sicher sind“, berichtete Wiebke.

Besonders stolz waren die Geschwister auf Dorle, ihr Pflegepferd. Immer zwei Kinder bekommen in der Zeit der Reiterferien auf dem Hof ein Pflegepferd, um das sie sich kümmern müssen. „Wir haben Dorle auch schon Kunststücke beigebracht. Sie kann jetzt dem Finger hinterher gehen, auch etwas im Trab“, erzählte Wiebke begeistert.

Von Christina Grenzebach

Quelle: HNA

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