Jeder kann Lehrer für Flüchtlinge sein

Treysa. Schon bei alltäglichen Dingen treffen Flüchtlinge auf eine große Hürde: die deutsche Sprache. Wer sie nicht spricht, kann weder einkaufen gehen, noch nach dem Weg fragen. Integration fällt so schwer. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat daher vorgeschlagen, pensionierte Lehrer für den Unterricht von Flüchtlingen zu reaktivieren.

Eine gute Idee, findet Heinz Wagner aus Treysa. Der frühere Lehrer hält jede Form von ehrenamtlichen Engagement für wichtig und ist selbst sehr aktiv, etwa beim Seniorenbus. Um Flüchtlingen Deutsch beizubringen, benötigt man aus Sicht des 75-Jährigen aber nicht unbedingt ausgebildete Lehrer. „Unterrichten klingt viel zu anspruchsvoll“, erklärt Wagner.

Jeder könne im Alltag Flüchtlingen die Sprache näher bringen. „Man muss einfach mit den Menschen reden, egal ob über das Wetter oder Fußball“, sagt der pensionierte Lehrer, der früher neben Latein auch Geschichte, Politik und Wirtschaft unterrichtet hat. So habe er schon gute Gespräche mit Flüchtlingen führen können. (dbr)

Quelle: HNA

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