Jeder Tropfen zählt: Bad Zwestener erhalten zu viel gezahltes Geld zurück

Bad Zwesten. Die Bad Zwestener Bürger erhalten im April durchaus angenehme Post aus dem Rathaus: Dann bekommen sie das Geld zurück, das sie für die falsch berechneten Wasser- und Abwassergebühren zu viel bezahlt haben.

Das beschlossen die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Donnerstagabend im Kurhaus. Um den Aufwand so gering wie möglich zu halten, sollen die Briefe zusammen mit den Bescheiden für die Grundsteuer verschickt werden.

Die Verwaltung habe bei der Berechnung einen Fehler gemacht, gab Bürgermeister Michael Köhler zu. Der sei entstanden, in dem man in der neuen doppischen Buchführung die doppelten Zinsen in die Kalkulation aufgenommen habe. So sei man auf einen Preis von 4,85 Euro fürs Abwasser gekommen. Der aber ist zu hoch: Die Zwestener zahlen nun 4,40 Euro fürs Abwasser, 1,82 Euro für den Kubikmeter Frischwasser.

Weder den Bürgern noch der Gemeinde sei ein finanzieller Schaden entstanden, sagte Bürgermeister Köhler.

Doch das sahen viele Parlamentarier anders: SPD und Grüne beklagten ein zerstörtes Vertrauensverhältnis, Martin Häusling (Grüne) sprach von Geld, dass der Bürgermeister den Bad Zwestenern unrechtmäßig aus der Tasche gezogen habe.

Hans-Peter Ziegler (CDU) versuchte zu beschwichtigen: Niemand habe mit Absicht gehandelt, es sei keinerlei Verlust entstanden, das Geld sei nach wie vor vorhanden, die Angelegenheit werde unnötig aufgebauscht.

Der Fehler an sich sei nicht das Tragische, sagte Robert Koch: Die SPD streite sich bereits seit eineinhalb Jahren mit Bürgermeister Michael Köhler, niemand aber sei zuvor auf die Idee gekommen, die Berechnungen zu prüfen. Reinhold Theis (FWG) und Steffen Ring (Bürgerliste) forderten Transparenz und eine rasche Rückzahlung der zuviel gezahlten Summen. Die Bad Zwestener bekämen das zurück, was ihnen zustehe, sagte Bürgermeister Köhler.

Quelle: HNA

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