Jeder Vogel hat ein eigenes Einflugloch

Auf dem Mühldach in Willingshausen steht nun ein Vogelturm

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Neues Zuhause für Vögel und Fledermäuse: Auf dem Dach der Dorfmühle in Willingshausen steht nun ein Vogelturm.

Willingshausen. Die Vögel und Fledermäuse in der Schwalm können sich über ein neues Zuhause freuen, denn in Willingshausen ragt seit kurzem ein Vogelturm auf dem Dach der Dorfmühle.

Vor allem für Turmfalke, Mauersegler und Schleiereule soll dieser Ort in Zukunft ein sicherer Platz zum Brüten werden. Ermöglicht wurde das Projekt durch die Förderung der Kreissparkasse Schwalm-Eder (KSK).

Wie ein kleines Haus wurde der windgeschützte Rückzugsort für die Vögel in Dachhöhe der Mühle angebracht. Momentan ist der Turm noch nicht besetzt. Man versucht jedoch, den Mauersegler durch Klangattrappen anzulocken, um ihn auf diesen Brutplatz erst einmal aufmerksam zu machen.

Zusammen unter einem Dach 

Die Aufteilung im Inneren soll dafür sorgen, dass sich die verschiedenen Vogelarten nicht in die Quere kommen. Dies ist deshalb besonders wichtig, weil sie zum Teil untereinander Brutplatzkonkurrenten sind. Damit sie sich nicht um die Plätze im Vogelturm streiten, wurden die Einfluglöcher unterschiedlich groß gestaltet. So kann jeder Vogel nur den Brutplatz einnehmen, in den er auch reinpasst. Außerdem sollen auch Fledermäuse durch kleine Schlitze in den Wänden den Weg in den Vogelturm finden. Der Förderverein Kulturlandschaft Schwalm hatte sich für dieses Projekt in der Kategorie Umwelt und Natur bei der Kreissparkasse beworben.

Unterstützung mit Spende 

Diese unterstützt anlässlich ihre Jubiläums 175 verschiedene Projekte mit einer Summe von je 1000 Euro. Das Projekt Vogelturm sei durch die Abstimmung im Internet zunächst nicht in die engere Auswahl gekommen, konnte letztlich aber dennoch unterstützt werden, sagte KSK-Direktor Dirk Siemon.

Gemütliches Beisammensein: Nach der offiziellen Einweihung des Vogelturms stärkten sich die Mitglieder des Fördervereins und die Vertreter der KSK gemeinsam.

Auch Jörg Haafke, der Vorsitzende des Fördervereins Kulturlandschaft Schwalm, freue sich sehr über die Impulse, die die KSK durch ihre Förderungen in die Region bringe.

„Die Idee zu dem Projekt hat es schon länger gegeben. Die Möglichkeit der Förderung durch die Kreissparkasse hat den Stein letztlich ins Rollen gebracht,“ meinte Haafke. Zusätzlich zu diesem Projekt hatte sich der Förderverein parallel für ein weiteres beworben.

Auch dieses konnte durch die Unterstützung der KSK realisiert werden. Hierbei handelt es sich um einen Weißstorch-Horstplattform. Den Weißstörchen in der Region wird auch hier die Möglichkeit eines Brutplatzes gegeben. Es wird nach Angaben von Haafke jedoch noch etwas dauern, bis die Störche diese Angebot annehmen, da diese sich momentan auf Loshausen konzentrieren.

Von Maria Effenberger

Quelle: HNA

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