Jelena Nink berichtet über ihren Abschied von den Vereinigten Staaten von Amerika

Zur Party nach New York

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Beeindruckende Stadtkulisse : Jelena Nink mitten in New York City.

Elbenberg/Pennsylvania/New York. Noch einmal alles erleben: Unter diesem Motto verbrachte Jelena Nink aus Elbenberg ihren letzten Monat in den USA. Sie berichtet von ihrem Abschied.

Noch ein letztes Mal sämtliche Shoppingmalls besuchen, kleine Mitbringsel einkaufen, Frozen Yogurt austesten, im Diner Lunch essen und noch ein Mal meine Gastkinder verwöhnen.

Im Januar nutzte ich jedes Wochenende voll aus. Ganze Tage verbrachte ich in New York City, spazierte die Brooklyn Bridge entlang oder entdeckte ein kleines Schlösschen im Central Park.

Besuch in Princeton

Das ganze Jahr über habe ich mir Orte ausgesucht, die ich besuchen wollte. Princeton war einer davon. Mit ein paar Freundinnen war ich in der kleinen Stadt, die für Studenten einfach genial ist. Würde mich in Deutschland nichts halten, könnte ich mir vorstellen, an der Universität von Princeton zu studieren. Wir nahmen an einer Führung über das Collegegelände teil, und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Beeindruckt hat mich auch der Gedanke, dass Albert Einstein um 1940 hier gelehrt hat. An einem Sonntag gingen wir dann zu einem Eishockey- Spiel. Die Princeton Tigers legten ein flottes Spiel aufs Eis und gewannen letztendlich haushoch.

Ein ganz besonderes Wochenende stand mir noch bevor. Die Großeltern meiner Gastkinder luden mich und die Kids nach Atlantic City ein, dem „kleinen“ Las Vegas der Ostküste. Wir schliefen in einem traumhaften Hotel im 30. Stock und konnten von dort aus die ganze City und den Ozean überblicken. Als Krönung dinierten wir am Sonntag in einem überaus schicken Restaurant. „Luxussalat“ hatte ich vorher auch noch nicht auf den Teller bekommen.

Wer kann schon von sich behaupten, zweimal in seinem Leben volljährig geworden zu sein? Am 23. Januar feierte ich meinen 21. Geburtstag und fühlte ich mich plötzlich sehr erwachsen. Nun waren außer dem Gesetz keine Grenzen mehr gesetzt. Bei einer Partynacht in New York City feierte und tanzte ich die ganze Nacht.

Spektakulärer Abschluss

Mein letztes Wochenende rückte näher. Da ließ ich es mir nicht nehmen, es zu einem spektakulären Abschied von New York zu machen.

Am Sonntag gönnte ich mir ein Ticket für das Broadwaymusical „Wicked“. Ganz ergriffen von der Show verdrückte ich die eine oder andere Träne.

Gerade sitze ich am PC, es ist Montagabend und morgen geht mein Flieger Richtung Deutschland. Bei einem großen Dinner hab ich meine Freunde verabschiedet. Wie ich mich fühle? Seltsam. Ich freue mich wahnsinnig auf zu Hause.

Dennoch kommt mir der Abschied so unwirklich vor. Ich bin aufgeregt, aber gleichzeitig verging das Jahr wie im Flug. Ich werde Amerika vermissen! Was ist schon ein Jahr im Vergleich zum ganzen Leben.

Von Jelena Nink

Quelle: HNA

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