Serie „Jahresausblick“

Jesberg hat 2021 einiges vor: Straßenbau ist nur eines von vielen Themen

In den Sommerferien wird die Jesberger Bahnhofstraße saniert: In jedem Winter frieren Steine in Fahrbahn und am Gehweg hoch und stellen eine Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar. Damit ist dann Schluss.
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In den Sommerferien wird die Jesberger Bahnhofstraße saniert: In jedem Winter frieren Steine in Fahrbahn und am Gehweg hoch und stellen eine Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar. Damit ist dann Schluss.

Die Kommunen haben 2021 viel vor, wir stellen die wichtigsten Projekte und Termine der Städte und Gemeinden im Kreisteil Fritzlar-Homberg vor. Heute: Jesberg.

Wenn Bürgermeister Heiko Manz auf den Kalender 2021 schaut, freut er sich. „2021 wird ein gutes Jahr für Jesberg“, sagt er optimistisch. Und dafür gibt es viele Gründe, denn die Gemeinde hat jede Menge vor.

Das Fundament liegt bereits: Am Ortsausgang und direkt an der B 3 entsteht die neue Rettungswache des Malteser Hilfsdienstes.

Vorhaben in Jesberg

Die Liste der Vorhaben ist lang. Das Burggelände wird verschönert, die Rettungswache der Malteser am Ortsausgang errichtet, der Radweg Richtung Oberurff gebaut, das Feuerwehrhaus Reptich umgebaut. Dort soll eine neue Fahrzeughalle errichtet werden, um mehr Platz für Menschen und Maschinen zu schaffen.

Auch in Hundshausen investiert die Gemeinde in die Feuerwehr, auch dort sollen die Einsatzkräfte mehr Raum bekommen. Dafür wird noch in diesem Jahr das alte Haus Vestweber abgerissen, um 2022 eine neue Fahrzeughalle am DGH zu errichten. Das Parlament entscheidet am 8. Februar darüber.

Das Fundament liegt bereits: Am Ortsausgang und direkt an der B 3 entsteht die neue Rettungswache des Malteser Hilfsdienstes.

Jesberger Ortsdurchfahrt wird saniert

Ein weiterer großer Posten ist die gepflasterte Jesberger Ortsdurchfahrt: Die Bahnhofstraße wird in den Sommerferien vom Abzweig der B3 bis zum Edeka-Markt hinter der Brücke saniert und mit neuer Tragschicht versehen. Die jetzige Oberfläche sei zwar schön anzuschauen, doch frören im Winter oft Steine hoch, die die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gefährdeten, so Bürgermeister Manz. Die abschnittsweise vorgesehenen Umleitungen, auch durch die Densberger Straße, stellten allerdings Herausforderungen dar.

Denn auch wenn die Bauzeit „nur“ vier Wochen dauern soll, müssen sowohl die Kellerwaldschule als auch der Edeka-Markt weiter erreichbar sein. Kosten für die Sanierung: 230 000 Euro, die Gemeinde übernimmt 50 000 Euro, den Rest zahlt der Landkreis: Bei der Bahnhofstraße handelt es sich um eine Kreisstraße. Ebenfalls in diesem Jahr soll die lang geplante Sanierung der Straße nach Hundshausen erfolgen.

Finanzen: Jesberg steht gut da

Die Mammutaufgabe für viele Verwaltungen ist in Jesberg geschafft: Die Jahresabschlüsse 2017 bis 2019 liegen vor, die Haushalte bis 2019 sind genehmigt, die Gemeinde kann sich nun auch auf die Kür statt wie bislang auf die Pflichtaufgaben konzentrieren. Angst vorm laufenden Jahr habe die Verwaltung nicht: Der Haushalt stehe stabil da, er sei mit einem positiven Ergebnis und einem Überschuss von 148 000 Euro geplant, so Bürgermeister Heiko Manz. So viel Optimismus überrascht in Pandemiezeiten. Woher kommt denn die Zuversicht? „Ich bin optimistisch, weil es ein solider Haushalt ist. So solide, dass wir auch Schwankungen auffangen können,“ so Heiko Manz.

Parlament wird um eine Fraktion bereichert

Das Parlament wird um eine Fraktion bereichert: In Jesberg wurde im Dezember eine Bürgerliste gegründet. Der/die Vertreter werden künftig neben SPD, CDU und Grünen abstimmen.

Gemeindeleben: Burgfest fällt aus

Das für Juni geplante Burgfest fällt aus. Allerdings soll am Sonntag, 5. September, ein Radlertag stattfinden, bei dem alle Dörfer angefahren beziehungsweise mit einbezogen werden.

Pro Jahr bis zu fünf neue Bauplätze in Jesberg

Nach etlichen mageren Jahren in Sachen Nachfrage sei Jesberg in der Gunst von Bauherren gestiegen: Die Gemeinde weise jährlich zwischen vier und fünf Bauplätzen aus. „Noch aber können wir die Nachfrage bedienen“, so Bürgermeister Heiko Manz.

Doch während die Bauherren am liebsten auf die grüne Wiese ziehen, setze das Regierungspräsidium Kassel auf die Innenentwicklung: Jesberg gehört zum integrierten kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK), das sich mit der kommunalen Entwicklung auseinandersetzt. Und das setzt auf die Innen- statt auf die Außenentwicklung, will also Ortskerne beleben und Leerstände vermeiden. In Elnrode/Strang sei das gelungen, berichtet der Bürgermeister: Dort ist die Zahl der leer stehenden Häuser von früher neun auf heute drei gesunken.

Dennoch sei es Aufgabe der Gemeinde, in allen Ortsteilen Bauplätze anzubieten: Gerade in Elnrode und in Hundshausen bestehe durchaus eine Nachfrage.

Von Claudia Brandau

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