Neue Bücher sollen Lesewillige anlocken

Jesberger Büchereicafé stand im Zeichen der Brüder Grimm

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Büchereicafé

Jesberg. Blutrünstig und humorvoll, so kennen die Jesberger das Damentrio, das die Bücherei im Maximiliansschlösschen betreibt. Doch jetzt standen nicht die Krimis im Mittelpunkt des Büchereicafés, sondern – ganz dem Grimmjahr entsprechend – die Märchenbrüder.

Zarte Aquarelle, farbenfrohe Märchenmotive auf Porzellantellern und drei fast unbekannte Märchen bekamen die Gäste vor dem Kaffee serviert. Nach den vielfältigen selbstgebackenen Torten stellten die drei Damen Andrea Nagel, Rita Kaufmann und Kerstin Kling die Neuanschaffungen ihrer Bücherei vor.

Ruth Habbig hatte eigens je ein Gemälde zu den drei Märchen gemalt. Die Geschichten hatte sie aus einem Buch, („Es war einmal“), das die Hintergründe und vor allem die Herkunft der gängigen Märchen beleuchtet.

„Diese Märchen“, so erklärte die Malerin „sind alle im 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts gesammelt worden und kommen aus ganz unterschiedlichen Quellen“. Die Geschichte vom Erdmänneken verlas die Jesbergerin selbst auf Bocholter Platt, doch den gesamten Inhalt gab Kerstin Kling zusammengefasst wieder.

Ebenfalls aus Jesberg kamen die bunten Porzellanteller, die Irmhilde Roeder bemalt hatte. Sie hat eine ganz besondere Beziehung zu den Grimmbrüdern, denn 1839 hatte Ludwig Emil Grimm, der Maler, ihren Großvater im Alter von drei Jahren gemalt. Ihr Großvater war sein Neffe.

Christiane Eigl, Heidrun Gabriel, Karin Pawelke, Anja Roedel und Petra Trümner gehören zum „erweiterten Büchereiteam“ und sorgten für eine gute Grundlage in Form von Kaffee, Tee und Torten, bevor das Büchereiteam literarischen Häppchen vorlegte.

Da ging es wieder um Tote, die den Himmel kennenlernen (Cordula Stratmanns „Sie da oben, er da unten“) oder um den Krimi „Das Verstummen der Krähe“ von Sabine Kornbichler. Kerstin Kling hatte die ganz gruseligen Titel parat: „Harter Schnitt“ von Karen Slaughter zum Beispiel. Es lohne sich, die Bücherei wieder einmal zu besuchen, sagten sie, denn mindestens 32 neue Bücher warteten auf Lesewillige.

Quelle: HNA

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