Die Weihnachtsgeschichte hat auch nach gut 2000 Jahren nichts von ihrer Aktualität verloren

Das Jesuskind unterm Stern

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Die Weisen aus dem Morgenland begrüßen das Jesuskind: Sie, Maria und Josef mit dem Kind zählen zu den zentralen Elementen einer weihnachtlichen Krippe. Diese hier steht in der Zierenberger Kirche.

Wolfhager Land. Die Weihnachtsgeschichte stimmt uns auf Heiligabend ein. In den vergangenen Wochen haben wir Stichworte aus der Überlieferung übernommen und sie mit Menschen und Ereignissen aus der Region verknüpft. Hier unsere Themen im Zusammenhang.

Wenn am Heiligabend die Kirchenglocken läuten und die Kerzen am Christbaum brennen, kehrt er zurück, der Zauber der Weihnachtsgeschichte, der uns Jahr für Jahr mitten hineinführt in die Heilige Nacht. „Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde.“ So beginnt der wohl bekannteste Bibeltext, der alle Jahre wieder im Gottesdienst vorgelesen wird oder in liebevoll gestalteten Krippenspielen von jener Zeit erzählt, in der sich der Zimmermann Josef mit seiner Frau Maria in Erwartung der Geburt ihres ersten Kindes auf die tagelange Reise von Nazareth nach Bethlehem begibt.

Dort soll eine Volkszählung stattfinden, weshalb die Stadt völlig überfüllt und keine Herberge zu finden ist. Nach langem Suchen finden Maria und Josef schließlich Unterkunft in einem Stall, wo auch Ochs und Esel leben. In der armseligen Herberge bringt Maria ihr Kind zur Welt, ihr Erstgeborenes, das Jesuskind. Sie wickelt es in Windeln und legt es in eine Krippe, weil keine Wiege vorhanden ist. Einigen Hirten, die in der Nähe mit ihren Schafen auf einer Wiese lagern, erscheint ein Engel, umgeben von strahlendem Licht. „Fürchtet euch nicht“, spricht er. „Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird, denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ Es wird strahlend hell, als sich weitere Himmelsboten zu ihm gesellen und den Herrn lobpreisen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden allen Menschen auf der Erde!“ Dieser Lobpreis der himmlischen Heerscharen weist den Hirten den Weg zur Krippe. Sie folgen ihm und finden schließlich das Jesuskind.

So zumindest beschreibt es das Lukas-Evangelium, während der Evangelist Matthäus anderes zu berichten hat. Bei ihm treten die Weisen aus dem Morgenland an die Stelle der Hirten. Sie sehen einen Stern, der hoch über dem Stall strahlt und sind überzeugt, dass unter ihm ein ganz besonderer König zur Welt gekommen ist. Also folgen sie dem Licht und machen sich auf den Weg, um Jesus Gold, Weihrauch und Myrrhe als Geschenke zu bringen. Später, die Weisen haben längst den Heimweg angetreten, werden Maria und Josef notgedrungen zu Flüchtlingen, denn ein Engel des Herrn erscheint und sagt: „Sieh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage, denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten.“

Auch wenn Matthäus weder das Wort Könige noch die Zahl Drei in Bezug auf die Weisen erwähnt, ist aus ihnen die Legende um die Heiligen Drei Könige entstanden, die wieder in vielen Krippenspielen zu sehen sein werden, wenn am Heiligabend die Kirchenglocken läuten und die Kerzen am Christbaum brennen. (zhf)

Quelle: HNA

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