Hephata-Diakonie hat am Hofgut Richerode einen Neubau für 56 Mastbullen errichtet – Bau dauert ein Jahr lang

Jetzt herrscht ein prima Klima im Stall

Licht, Luft und Platz: Stefan Schiller ist im Hofgut Richerode einer von mehreren Beschäftigten, die im neuen Stall arbeiten. Foto: Privat

Jesberg. Das ist eine richtig gute Nachricht für die 44 behinderten Menschen, die am Hofgut Richerode leben und arbeiten: Nach einjähriger Bauzeit ist nun der neue Stall auf der Außenstelle der Hephata-Diakonie fertig.

Den Menschen im Hofgut – dort sind 30 Mitarbeiter von Hephata beschäftigt – bietet der Neubau als Teil der Werkstätten bessere Arbeitsbedingungen und mehr Sicherheit. Zudem ermöglicht er eine Tierhaltung nach Bio-Standard.

Klares Ziel

Hephata hat mit dem Projekt keineswegs nur das Hofgut verschönern wollen, sagt Michael Tietze, stellvertretender Geschäftsbereichsleiter der Sozialen Rehabilitation Hephatas. Vielmehr sei es beim Neubau darum gegangen, moderne Arbeitsbedingungen für behinderte Menschen zu schaffen. Damit soll es auch leichter werden, sie auf den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Größer, schöner, einfacher

Der neue Stall macht alles größer, schöner, einfacher: Auf dem Hofgut sind nun statt wie bisher 42 Mastbullen 56 Tiere untergebracht, die überwiegend aus der Zucht der Hephata-Bio-Güter in Halbersdorf und Richerode stammen. Sie haben einen Auslauf ins Freie, ihre Versorgung ist einfacher.

Die Aufstockung des Rindviehbestands sei sinnvoll, weil das Hofgut Richerode über 50 Hektar Grünland und 20 Hektar Kleegras verfüge, sagt Michael Tietze. Beides sind Hauptfutterarten für Rinder. Der zusätzliche Dünger, den die Bullen produzieren, garantiert die Nährstoffversorgung von Kartoffeln und Getreide, die ebenfalls angebaut werden.

Frank Radu, Betriebsleiter Landwirtschaft Richerode, ist zufrieden: „Wir optimieren so den ökologischen Kreislauf. Zudem sorgt der neue Stall für ein enges Verhältnis von Mensch, Tier und Natur.“ (bra)

Quelle: HNA

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