Zella, Frankenhain und Hausen freuen sich über Erfolge beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Jetzt knallen die Sektkorken

Impressionen der erfolgreichen Dörfer: Die Frankenhainer in Hugenottentracht (oben links), ein Blick auf Hausen, die Vertreter der Orte (unten links) sowie Zellaer in Tracht. Fotos: Heist (3), Büchling (1)

Schwalm. Die Gewinner und Platzierten des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ stehen fest. Monatelang hatten die teilnehmenden Dörfer sich darauf vorbereitet. Dementsprechend ist die Freude in Zella, Frankenhain und Hausen groß. Sie schafften es unter die ersten drei in ihrer Kategorie (wir berichteten).

„Bereits im Spätherbst vergangenen Jahres hatten wir die erste Informationsveranstaltung zu diesem Wettbewerb“, erklärt Reinhart Darmstadt, Ortsvorsteher von Frankenhain. Das Dorf belegte in der Gruppe B den zweiten Platz im Regionalentscheid. In dieser Gruppe wurden alle Dörfer eingeteilt, die nicht im Dorferneuerungsprogramm waren, beziehungsweise sind.

Interner Rundgang

„Sechs Tage vor der eigentlichen Ortsbesichtigung haben wir vom Ortsbeirat einen internen Rundgang gemacht“, sagt Darmstadt. Dabei habe man bei ungemähten Grundstücken oder anderen Entdeckungen an Haustüren geklingelt und die Einwohner gebeten, Hand anzulegen.

Das Besondere an der Wettbewerbsteilnahme sei, dass das Dorf langfristig davon profitiere. „Der Ortsbeirat hat mit allen Vereinen und Parteien ein Begrüßungsfaltblatt entwickelt, das neue Dorfbewohner erhalten sollen“, sagt Darmstadt. Allein für das Entwerfen seien viele Sitzungen notwendig gewesen. Dazu ist eine Internetpräsenz des Dorfes entstanden, die auf aktuelle Veranstaltungen hinweist.

Der Einsatz des Dorfes hat sich gelohnt, denn nun können die Frankenhainer sich über ein Preisgeld von 2000 Euro freuen.

Die Hausener überlegen, das Preisgeld in eine neue Geschwindigkeitsanzeige zu investieren. „Wir haben bereits eine mobile Anzeige, die immer wieder den Standort wechselt. Eine Investition, die sich auf jeden Fall lohnt, denn schon jetzt fahren die Autofahrer langsamer“, sagt Ortsvorsteher Jörg Albert.

Er gibt zu, dass aufgrund der 850-Jahrfeier im vergangenen Jahr weniger Vorbereitung notwendig war. Dennoch zeigt er sich begeistert: „Unser Dorf zeichnet sich durch vielfältige Aktivitäten aus. Wir haben rund 20 Veranstaltungen von Vereinen im Jahr.“ Dies sei ein Zeichen für ein lebendiges Dorf und sicher gut bei der Bewertungskommission angekommen. Beim Kartoffelfest in zwei Wochen will die Dorfgemeinschaft dann ihren dritten Platz in der Gruppe A und die damit verbundene 1000 Euro Prämie gemeinsam feiern.

Der Willingshäuser Ortsteil Zella freut sich sogar über 3000 Euro. Den Sieg beim Regionalentscheid 2008 hat das Dorf nun wiederholt. „Fünf Arbeitsgruppen gründeten sich zur Vorbereitung des Wettbewerbs“, erklärt Ortsvorsteher Stefan Völker.

Bereits Anfang August habe die Zellaer die Route des Ortsrundganges geplant und dabei die Zeit gemessen. „Die Kommission hat genau zwei Stunden Zeit zur Präsentation gegeben“, sagt Völker. Auch mit dem Planwagen, der von einem Traktor gezogen wurde, hatten die Zellaer vorab eine Probefahrt gemacht.

Die 3000 Euro Siegerprämie fließen nun in die Rücklage für den Bau eines Stuhlraumes an das Dorfgemeinschaftshaus. „Die Gemeinde allein wird den Bau kaum finanzieren können“, meint der Ortsvorsteher abschließend. Angestoßen wird auf den Sieg am Wochenende beim Fischerfest.

Von Florian Quanz

Quelle: HNA

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