Homberg: Geräte hinter Gittern

Jetzt ist Schluss mit dem Skaten auf den Efzewiesen

Jetzt ist Schluss mit dem Skaten auf den Efzewiesen

Homberg. Nichts geht mehr auf der Skateranlage in den Homberger Efzewiesen. Die Stadt hat die sonst über den Platz verteilten Spielgeräte zusammengeschoben und eingezäunt.

Lesen Sie auch:

Skateranlage in Homberg: Keine Freistellung vom Kreis

Erstmal Schluss mit Skaten

Die Skater hält der Zaun nicht ab

Damit ist endgültig Schluss mit Sprüngen und anderen Kunststücken auf der Skaterbahn, die im August 2003 eröffnet wurde. Seit Ende Februar war sie bereits offiziell gesperrt, weil nach sieben Jahren bekannt wurde, dass der Anlage die gültige Genehmigung fehlt. Jugendliche haben den Bauzaun in den vergangenen Wochen aber immer wieder geöffnet und trotz des Verbotes geskatet.

Dem hat die Stadt Homberg nun endgültig einen Riegel vorgeschoben und zusammengeschoben, was eigentlich auseinander gehört. Nach Angaben von Bürgermeister Martin Wagner sei die Stadt zu dem Vorgehen gezwungen gewesen. Denn obwohl die Anlage gesperrt gewesen sei, hätten Kinder und Jugendlichen die Anlage genutzt. Die Folge: Ein Nachbar habe sich beschwert, so dass „wir gezwungen waren, so zu handeln“, sagt Wagner.

Doch damit ist die Skateranlage nicht endgültig geschlossen. Ganz im Gegenteil: „Wir arbeiten daran, dass die Skateranlage noch in der Saison wieder eröffnet wird“, erklärte der Bürgermeister. Zwar sei weder ein Bauantrag gestellt noch ein Lärmschutzgutachten erarbeitet worden, doch Wagner zeigte sich zuversichtlich, dass die Jugendliche noch im Sommer auf den Efzewiesen skaten können. Der Streit um die Anlage schwelt schon seit Längerem.

Ein Anlieger hatte sich über den von der Anlage ausgehenden Lärm beschwert. In diesem Zusammenhang kam zutage, dass die Anlage ohne gültige Baugenehmigung errichtet wurde. Mit der Anlage wurde eine alte Wasserleitung überbaut, für die im Bebauungsplan ein Schutzstreifen vorgesehen ist. Weil damit gegen das Baurecht verstoßen wurde, wurde die Anlage sieben Jahre lang ohne gültige Genehmigung betrieben.

Um den Fehler zu beheben, muss nun eine Baugenehmigung erwirkt, der Bebauungsplan geändert und ein Lärmschutzgutachten erstellt werden. Das könnte zur Folge haben, dass die von der Skateranlage betroffenen Anwohner einen Anspruch auf Lärmschutz erhalten. (ras/mcj)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare