Jörg Müller (SPD) bleibt Bürgermeister von Knüllwald

Knüllwald. Jörg Müller (SPD) ist am Sonntag zum fünften Mal zum Bürgermeister von Knüllwald gewählt worden. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,8 Prozent.

Großer Jubel sieht anders aus: Knüllwalds Bürgermeister Jörg Müller (SPD) wurde am Sonntag mit 85,7 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt, doch lag die Wahlbeteiligung lediglich bei 48,8 Prozent.

Nur 1808 der wahlberechtigten 3758 Bürger gaben ihre Stimme ab. Damit unterscheidet sich diese Wahl deutlich von der im Jahr 2007: Vor sechs Jahren gaben bei der Bürgermeisterwahl 59,2 Prozent der Wähler ihre Stimme ab.

Viele der Gratulanten, die Sonntagabend im Remsfelder Rathaus bei rotem Erdbeersekt den Wahlausgang feierten, schoben die niedrige Beteiligung auf den prasselnden Regen, der den ganzen Sonntag über pausenlos gefallen war. Der habe viele Menschen vom Weg in eines der Wahllokale in den 16 Ortsteilen abgehalten, hieß es von vielen Seiten.

Dennoch machte Jörg Müller, der seit 1989 auf dem Chefsessel im Remsfelder Rathaus sitzt, einen zufriedenen Eindruck. Er gehe voller Zuversicht in die neue, mittlerweile fünfte Amtsperiode. In deren Mittelpunkt sollen viele der Themen stehen, die bereits angestoßen wurden:

das Schaffen von altersgerechten Wohnungen, das Sichern der ärztlichen Versorgung, das Ende des Kanalbaus. „All das brennt uns auf den Nägeln“, sagt Müller, der am Montag – übrigens am selben Tag wie seine Frau – seinen 55. Geburtstag feiert.

Vor allem aber, sagt Müller, solle in der neuen, im Oktober beginnenden Amtszeit ein besseres politisches Klima in der Gemeinde herrschen. Die nächsten sechs Jahre, so sein Wunsch und Anspruch, solle sich die politische Arbeit in Knüllwald in einem deutlich ruhigeren Fahrwasser bewegen: „Es gab viele Krakeeler im Parlament“, sagt Müller, „doch haben die gemerkt, dass sie keiner will. Die schwierigen Zeiten sind damit vorbei.“

Vizelandrat Winfried Becker sprach von der großen Akzeptanz, die Jörg Müller als langjähriger Bürgermeister – er ist nach Borkens Verwaltungschef Bernd Heßler mit 24 Jahren am zweitlängsten im Amt – im Landkreis habe: „Müller ist ein echtes Zugpferd der Partei.“

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Quelle: HNA

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