Einen Schwälmer zog es nach Wien

Von der Schwalm nach Österreich: Johannes Ide aus Loshausen lebt und studiert seit zweieinhalb Jahren in Wien – im Bild vor dem Schloss Schönbrunn. Foto: privat

Loshausen/Wien. Johannes Ide wird Präsident. Ab Sommer wird der Loshäuser in Österreich Chef einer internationalen Studentenorganisation sein. An der Wirtschaftsuniversität Wien studiert er im sechsten Semester Internationale Betriebswirtschaft.

Neben seinem Studium engagiert sich der Loshäuser in der internationalen Studentenorganisation Aiesec (siehe Hintergrund).

Begonnen hat der ehemalige Melanchthon-Schüler in der internationalen Studentenorganisation mit der Arbeit in einem Projektteam. Ziel sei es gewesen, das Studieninteresse für China zu wecken und Studierende für ein Austauschprogramm zu gewinnen. Nach einem Semester wurde er in den Vorstand gewählt. Ab Juli wird er für ein Jahr in Österreich der Präsident der Studentenorganisation sein. Als internationaler Vertreter in Österreich wird es dann zu seinen Aufgaben gehören, Strategien und Richtungen der Organisation für Österreich festzulegen. „Jedes Jahr übernimmt die Vorstandsposten jemand anderes. Das Spannende ist, dass es nur von Studenten gemacht wird“, berichtete Ide im Gespräch mit der HNA.

Der 22-Jährige liebt es zu reisen. Polen, Ungarn, Estland, Italien, Frankreich, Belgien, England – er begeistert sich für andere Sprachen und Kulturen und kommt viel herum. Seit zweieinhalb Jahren lebt Ide in Österreich. Er sei stets offen für Neues. „Man lernt das, mit dem man aufgewachsen ist, zu schätzen“, sagte der aufgeschlossene junge Schwälmer.

„Ich wollte gerne mal ein anderes Umfeld kennenlernen“, erklärte er. Nicht zuletzt wegen des großen Angebots an Sprachen habe er sich für das Studium in Wien entschieden. Zudem sei die dortige Wirtschaftsuniversität eine der führenden in Europa.

Englisch und Französisch sind ebenso Bestandteil des Studiums wie ein internationales Austauschsemester. „Ich möchte gerne nach Frankreich gehen, hauptsächlich wegen der Sprache und des savoir-vivre“, berichtete der Student.

In der österreichischen Metropole hat sich Ide gut eingelebt. „Wien ist eine kleine Großstadt“, sagte er. Mit 1,6 Millionen Einwohnern habe sie eine angenehme Größe. Es dauere allerdings eine Weile, bis man die Wiener richtig kennenlerne.

Seiner Schwälmer Heimat ist der 22-Jährige treu geblieben. Immer wieder besuchen ihn Freunde und Familie in Wien. An Feiertagen und in den Semesterferien zieht es den Studenten mit Fernweh zurück nach Loshausen, wo seine Eltern, sein älterer Bruder und seine jüngere Schwester wohnen. Der zwei Meter große, sportliche 22-Jährige ist in der Burschenschaft und Mitglied der Tanz- und Trachtengruppe. Zum Tanzen schlüpft er immer mal wieder in seine Schwälmer Tracht.

Die Schwalm sei traditionsbewusst und eher langsam und ruhig; Wien allerdings sei auch nicht gerade schnell: „Wenn ich nach Wien fahre, sage ich, ich fahre nach Hause. Mein eigentliches Zuhause bleibt aber Loshausen.“ HINTERGRUND

Quelle: HNA

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