Johannisfest auf dem Treysaer Marktplatz

Viel Betrieb: Rund um den Johannisbrunnen wurde auf dem Treysaer Marktplatz gefeiert. Foto: Rose

Treysa. Seit 1683 hat die Treysaer Oberstadt ihre eigene Wasserversorgung: Daran erinnert alljährlich das Johannisfest auf dem Marktplatz.

Rund um Johannisbrunnen schauten sich 400 Gäste ein eineinhalbstündiges, kurzweiliges Bühnenprogramm an. Eingeläutet wurde das Heimatfest von den Glocken der benachbarten Totenkirche. Dr. Konrad Jakobsen leitete durch den Abend.

Die Bühne war wieder einmal Plattform für örtliche Vereine und Schulen: Der Männerchor der Liedertafel Treysa stimmte mit tiefem Klangkörper auf die geselligen Stunden ein. Die Eröffnung übernahm Stadtrat Georg Käufler, bevor sich die Kinder der Eckhard-Vonholdt-Schule ans gemeinsame Singen und Tanzen machten. In folkloristische Gefilde entführten die Kinder aus Rudnja, die sich in den kommenden Wochen in der Schwalm erholen. In bunten Trachten brachten sie dem Publikum ihre weißrussische Heimat ein Stück näher. Die Ten Sing Gruppe begeisterte mit flotten Texten und guten Stimmen.

Fotos vom Treysaer Johannisfest

Mit viel Applaus wurde die Treeser Hex Hannelore Deist bedacht: Denn die gebürtige Kölnerin kann es einfach nicht lassen, ihre Zunge am Stadtgeschehen und dem Lokalkolorit zu wetzen. Mit markigen Spitzen amüsierte sie sich etwa über die hölzernen Bänke auf dem Marktplatz und empfahl das Material lieber zu verscherbeln. „Ist denn nicht die Streusalzrechnung noch offen?“, mahnte sie. Auch über die vielen Umleitungen, das Zerren um den barrierefreien Bahnhof und den Parteienstreit um den Wieragrund machte sich die Hex nach bester Manier lustig.

In die Goldenen Zwanziger ging es schließlich mit dem Kostümtheater Ko-Mode: Die Damen zeigten in fantasievollen Kleidern Charleston. Der Männerchor Treysa leitete in den gemütlichen Teil des Abends über: Bei Bier und Bratwurst lauschten die Gäste noch dem Blasorchester Schwalmstadt.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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