Bürgermeister wurde ins Amt eingeführt

Jürgen Roth ist nun der  Chef im Knüllwalder Rathaus

Da ist es vollbracht: Der Erste Beigeordnete Johannes Brehm, Martina Roth, der neue Bürgermeister Jürgen Roth und Parlamentsvorsteher Jürgen Jurgilewitsch. Foto: Thiery

Remsfeld. Bürgermeister wurde ins Amt eingeführt – Rechtsgültigkeit der Wahl ist bestätigt worden

Jürgen Roth von den Unabhängigen Knüllwäldern (UKW) ist neuer Bürgermeister von Knüllwald. Die Gemeindevertreter haben die Gültigkeit der Wahl, gegen die der Mitbewerber um das Amt, Helmut Wettlaufer, Einspruch eingelegt hatte, in ihrer Sitzung am Donnerstag in Remsfeld – einstimmig bei einer Enthaltung – beschlossen. Roth wurde ins Amt eingeführt. Die Amtszeit beginnt am 1. Januar 2018.

Die Amtseinführung stieß auf großes Interesse. Etwa 80 Besucher wollten den Ausgang des Streits miterleben. Nach der ersten Freude über den für Roth glücklichen Ausgang gab es bereits wieder Auseinandersetzungen.

In seiner Empfehlung hatte der Hessische Städte- und Gemeindetag das Ergebnis der Wahl als zutreffend und tragfähig anerkannt, hieß es in einem Schreiben, das der Gemeindevorsteher Jürgen Jurgilewitsch verlas. Die Einsprüche seien nicht tragfähig. Es seien keine strafbaren oder gegen die guten Sitten verstoßende Handlungen erfolgt.

Diesem Rat folgten die Gemeindevertreter einstimmig. Es gab lediglich eine Enthaltung der SPD bei der Abstimmung.

Roth sagte nach seiner Ernennung, dass die letzten Wochen ihn und seine Familie viel Geduld und Nerven gekostet hätten. Er sehe nun aber mit Zuversicht in die Zukunft.

Wenn es den Verdacht von Unregelmäßigkeiten bei einer Wahl gebe, könne man dies prüfen. Das sei rechtlich zulässig. Dennoch hoffe er, dass nun Schluss damit sei. „Ich habe eine extrem belastende Zeit hinter mir und wünsche nun ein besinnliches Weihnachtsfest.“ Er wolle zum Wohle der Gemeinde arbeiten und gehe das Amt mit großer Vorfreude und Respekt an. „Ich will Bürgermeister aller Knüllwälder sein“, sagte er.

Nun müsse man die verlorene Zeit aufholen. „Ich stehe zu meinem Versprechen, mit allen Fraktionen zusammenzuarbeiten.“ Auch Parlamentsvorsteher Jürgen Jurgilewitsch hoffte auf ein friedliches Miteinander. Das jedoch wurde bei der folgenden Abstimmung gleich auf den Prüfstand gestellt.

Die Gemeindevertreter mussten die Vertreter und Stellvertreter für die Verbandsversammlungen wählen, da diese Posten vom bereits ausgeschiedenen ehemaligen Bürgermeister Jörg Müller besetzt waren. Die UKW hatte daher Roth vorgeschlagen. Für alle vier der zu wählenden Posten schlug die SPD Gegenkandidaten vor, die dann mit einer Ausnahme in allen Fällen in geheimer Wahl gewählt wurden. Die UKW hat sechs Sitze in der Gemeindevertretung. Für Hans-Heinrich Laabs (UKW) war dies ein Affront und eine Machtdemonstration gegen den neuen Bürgermeister. Er sagte: „Es war sehr unklug, Euch so zu präsentieren.“ Karl-Heinz Steuerwald (SPD) hielt dagegen. „Wir wollten die Stellen mit Leuten von der SPD besetzen, weil sie auch von einem SPD-Mitglied besetzt waren.“ Die SPD wolle konstruktiv aber auch kritisch mit dem neuen Bürgermeister zusammenarbeiten.

Quelle: HNA

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