Um den Fachkräftebedarf ging es beim ersten „Businesstalk“

Die Jugend gibt es nicht

Wie sind neue Auszubildende zu gewinnen? Es diskutierten in Trutzhain von links Moderator Thomas Korte, der Leiter des Arbeitgeberservice Andreas Schmelzer, Politikwissenschaftlerin Dr. Gabriele Schambach, Hotelchefin Elke Lepper, Innungsobermeister der Bäckerinnung Olaf Nolte und Debeka-Geschäftsführer Friedhelm Johner. Foto: privat

schwalmstadt. Wie ticken Jugendliche? Unter dieser Überschrift stand der „Businesstalk“, zu Deutsch das Geschäftsgespräch, in Trutzhain. 70 Arbeitgeber aus der Region folgten der Einladung des gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Korbach und des Jobcenters Schwalm-Eder. Es ging darum, neue Wege zu finden, Auszubildende zu gewinnen und den Fachkräftebedarf zu decken.

Es war das ersten Treffen dieser Art im Landkreis. Dr. Gabriele Schambach gab zunächst einen Einblick in die Lebenswelten der 14- bis 17-Jährigen. Laut der Politikwissenschaftlerin reichen die Werte und Ziele junger Menschen von konservativ-bürgerlich über freizeitorientiert und materialistisch bis hin zu sozialkritisch und gemeinwohlorientiert. Um alle zu erreichen, bedürfe es unterschiedlicher Wege.

Elke Lepper (Flair Hotel zum Stern, Oberaula), Olaf Nolte (Feinbäckerei Nolte, Schwarzenborn) und Friedhelm Johner (Debeka Versicherung /Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg) berichteten, wie sie erfolgreich ihren Nachwuchs gewinnen. So spricht die Hotelchefin Jugendliche direkt in den Schulen an, der Innungsobermeister der Bäckerinnung stellt Auszubildenden schon mal Kost und Logis privat zur Verfügung, während der Debeka-Geschäftsstellenleiter an Ausbilder wie Bewerber appelliert, vorurteilsfrei und offen aufeinander zu zugehen. So stellte Johner einen jungen Mann ein, der unangemeldet in der Geschäftsstelle erschien und sich einfach persönlich um eine Ausbildungsstelle bewarb. (aqu)

Quelle: HNA

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