Dem Wolf auf der Spur

Jugendarbeit in Wolfhagen will mit literarischer Schnitzeljagd aufmuntern bei Coronafrust

Hund Ben und Herrchen Oskar, Sohn von Jugendarbeiterin Ilka Proksch.
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Haben den neuen Lesepfad schon einmal getestet und für gut befunden: Hund Ben und Herrchen Oskar, Sohn von Jugendarbeiterin Ilka Proksch.

Heute streift er durch den Wolfhager Ofenberg, der große böse Wolf, der es nur auf eines abgesehen hat: sich bestätigen zu lassen, dass er der Größte, der Stärkste, der Wildeste ist.

Wolfhagen – Alle pflichten ihm bei, ein kleines Häschen ebenso wie Rotkäppchen, die drei kleinen Schweinchen oder die sieben Zwerge – nur die Kröte Quabbelwabbel nicht, die findet ihre Mama viel stärker. Warum Quabbelwabbel so vorwitzig ist und sich dem Wolf so keck entgegenstellt, das erfahren all diejenigen, die sich auf den neuen Lesepfad der Kinder- und Jugendarbeit Wolfhagen begeben.

Auf dem nämlich dreht sich alles um Mario Ramos’ Geschichte „Ich bin der Stärkste im ganzen Land“, die als „Kamishibai“, also eine aus dem Japanischen stammende Art des Papiertheaters, für etwas Abwechslung in Zeiten von Corona- und Lockdownfrust sorgen soll. Für Jule Wiebke, Praktikantin der Wolfhager Kinder- und Jugendarbeit, eine „schöne, witzige Geschichte mit tollen Bildern, die zudem noch das Wolfhager Wappentier darstellt“.

Dass es überhaupt zum zweiten Lesepfad gekommen ist, liegt am Erfolg des ersten. „Ende vergangenen Jahres hatten wir die Idee, ein besonderes Angebot gegen Lockdown-Langeweile anzubieten“, erinnert sich Wiebke an die Premiere des Lesepfads in der Vorweihnachtszeit, als es vom Märchenbrunnen aus quer durch die Stadt und mitten hinein in die Weihnachtsgeschichte ging.

Die perfekt in die Zeit passende literarische Schnitzeljagd wurde zum vollen Erfolg, sodass eine Fortsetzung nur konsequent ist.

So geht es nun erneut auf einen spannenden Streifzug, natürlich mit neuer Geschichte und neuer Strecke. Startpunkt ist diesmal der Parkplatz am Krankenhaus, von wo aus es hoch bis zum Ofenbergturm geht.

„Auf dem Weg dorthin sind die zur Geschichte gehörenden Bildkarten nummeriert aufgehängt, eine Wegkarte wie beim letzten Mal haben wir diesmal nicht. Der Weg ist selbsterklärend und gut zu finden“, sagt Wiebke, die sich besonders darüber freut, dass es sich bei diesem nicht alltäglichen Spaziergang für Groß und Klein um ein mehrsprachiges „Kamishibai“ handelt, das die Geschichte rund um den Wolf auf Deutsch, Französisch, Polnisch und Türkisch erzählt.

Mit diesem Gang durch die Natur will Wiebke gemeinsam mit den Kinder- und Jugendarbeitern Ilka Proksch, Frank Mahlich und Katharina Knackstedt etwas Abwechslung in den Lockdownalltag bringen und außerdem den Zusammenhalt stärken, der nämlich liegt ihnen sehr am Herzen, wie sie auch auf ihrer Internetseite deutlich machen: „Gemeinsam durch die größten Unwetter ziehen, ohne den anderen dabei im Regen stehen zu lassen. Alles was wir jetzt tun, betrifft auch andere! Schützt euch selbst und somit alle anderen. Passen wir aufeinander auf! Gemeinsam überwinden wir die Krise!“ (Sascha Hoffmann)

jugendarbeit-wolfhagen.com

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