Jugendarbeit im Kirchenkreis Fritzlar: Glaube und ein Lächeln

Merlina Manschwetus

Gudensberg. Merlina Manschwetus ist ziemlich glücklich. Die 27-Jährige arbeitet in ihrem Traumberuf und hat doch tatsächlich auch noch ihre Traumstelle gefunden.

Seit dieser Woche ist Merlina Manschwetus neue Jugendarbeiterin im Kirchenkreis Fritzlar-Nord und zuständig für die Gemeinden Gudensberg, Obervorschütz-Maden, Grifte-Holzhausen und Haldorf-Dissen. Das erzählt die Diplom-Sozialpädagogin mit einem sympathischen Lächeln. Man glaubt es ihr.

Gottesdienst

Sonntag, 14. August, ab 17 Uhr, Stadtkirche in Gudensberg

Aber es kommt noch besser für die junge Frau aus dem Landkreis Kassel: Auch ihr Chef ist sich sicher, Merlina Manschwetus ist genau die richtige. „Ihre Qualifikation hat uns überzeugt, vor allem aber auch ihre offene, direkte und ehrliche Art“, sagt Herbert Fuest, Kreisjugendpfarrer.

Am Sonntag wird sie in einem festlichen Gottesdienst in Gudensberg in der Stadtkirche ab 17 Uhr willkommen geheißen. Aber nicht nur mit netten Worten, sondern auch mit Livemusik und vielen Liedern. Die Jugendlichen in Gudensberg und Umgebung kennen sie bereits seit einem halben Jahr. Solange ist sie nämlich schon als Jugendarbeiterin tätig. Seit dem 1. August ist ihre Probezeit vorüber.

Eine hohe Affinität zum christlichen Glauben sei für einen Jugendarbeiter beim Kirchenkreis Einstellungsvoraussetzung, stellt Fuest klar. „Kein Problem, ich bin seit 13 Jahren in der Kirchenarbeit ehrenamtlich aktiv“, sagt Manschwetus. „Wir haben als Kirche den Grundauftrag, das Evangelium zu verbreiten“, sagt Fuest. Das beziehe natürlich die Jugendarbeit mit ein.

Die Arbeit von Merlina Manschwetus orientiert sich also an christlichen Inhalten. Zu ihren Aufgaben gehört, die Kinderkirche zu leiten und zu organisieren, die Jungschar, die Betreuung der Jugendgruppe und der kirchlichen Jugendfreizeiten. Außerdem ist sie zuständig für die Konfirmandenfreizeit, die Kinderferienspiele, die Kinderbibelwoche und hilft auch bei Gemeindefesten. Ein Drittel ihrer vollen Stelle steht dem Kirchenkreis zur Verfügung, daher ist sie unter anderem eingebunden in die Organisation der Kreisjugendfreizeiten und der Fahrten zum Kirchentag. Finanziell gehe es den Kirchenkreisen nicht gut, sagt Fuest. Aber man lasse sich im Kirchenkreis Fritzlar die Jugendarbeit etwas kosten. „Das ist ganz klar einer unserer Schwerpunkte“, sagt Fuest.

Vier Mitarbeiterinnen (3,5 Stellen) sind derzeit in der Jugendarbeit beschäftigt, und 180 Ehrenamtliche engagieren sich zusätzlich. Die Jugendarbeit sei wichtig, um junge christlich interessierte Menschen langfristig für die Kirche und die Vermittlung christlicher Werte zu begeistern, erklärt Fuest.

„Und wir wollen für die Kinder und Jugendlichen da sein“, ergänzt Manschwetus. Gerade der seelsorgerische Bereich gewinne ständig an Bedeutung. „Ich bin ja noch nicht so alt“, sagt Manschwetus und lacht. Mit Jugendlichen pflegt sie beispielsweise eine Facebookseite, eine für die Jugendarbeit im Kirchenkreis ist außerdem in Vorbereitung. „Wir müssen uns in der Lebenswelt der Jugendlichen auskennen, um mit ihnen angemessen kommunizieren zu können“, sagt sie. Man glaubt es ihr.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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