Programm für mehr Toleranz und gegen Rassismus

Jugendforum im Schwalm-Eder-Kreis zieht positive Bilanz

Es läuft: Das gud-so-Team beim Treffen auf dem Mosenberg. Foto:   privat

Schwalm-Eder. Seit zwei Jahren gibt es das Jugendforum "Gud so" im Landkreis als Bestandteil des Bundesprogramms "Demokratie leben!". 

Die erste Bilanz der Arbeit fiel bei einem Jahrestreffen jetzt sehr positiv aus. Sie verteilen Knerwel-Karten, auf denen Schüler auf nordhessisch unverblümt sagen können, was ihnen stinkt, oder unterstützen Kirmesteams für mehr Toleranz in den Dörfern. 

Mit der Werbekampagne „Mach hinne!“ fordert das Team junge Leute auf, die 6000 Euro jährliche Projektförderung abzurufen. Wer Ideen für mehr Toleranz oder gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit, aber kein Geld zur Umsetzung hat, kann über Facebook oder per E-Mail um Unterstützung nachfragen.

Neun Projekte hat „gud so“ in diesem Jahr gefördert und 13 eigene Treffen und Veranstaltungen ausgerichtet, teilt das Team mit. Ob beim Hessischen Familientag in Fritzlar oder dem Musikschutzgebiet auf dem Mosenberg, bei Fachtagungen auf Bundes- oder Landesebene bis hin zur Demokratiekonferenz des Schwalm-Eder-Kreises - gud so war dabei. Die größte Aktion war die anonyme Schülerbefragung mit den so genanten Knerwel-Karten, von denen über 400 ausgefüllt wurden. Die Auswertung soll in einem Film veröffentlicht werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Geld gab es für ein Projekt des Kirmesteams Leuderode , das inzwischen zwei Nachahmer gefunden hat. Die Schülervertretung der Melsunger - Radko-Stöckl-Schule erhielt Unterstützung für „Schule ohne Rassismus“ als eines von neuen geförderten Projekten. Unter dem Motto „Mir reichts! Ich geh Fußballspielen!“ organisierten Jugendwehr und Kirmesteam in Mardorf ein Fußballtoleranzfest. Auch das ToleranzAkustik-KonzertDraußen der Evangelischen Jugend Melsungen, eine Fotoausstellung gegen „Schwarz-weiß-Denken“ der Berufsschule Schwalmstadt und ein offenes Bistro der Jugendleiter Niedenstein förderte das Forum.

Am Wochenende 23./24. Februar findet das Jahresauftakttreffen von gud so statt. Am 1. Februar heißt ein Argumentationstraining „Man sollte dem Argument nicht aus dem Weg gehen“. (and)
Informationenauf www.gewalt-geht-nicht.de und auf Facebook, EMail an gudsojugendforum-sek@gmx.de.

Quelle: HNA

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