Jugendherbergswerk will sein Haus in Melsungen modernisieren

Seit den 1970er-Jahren an der Lindenbergstraße: Die Melsunger Jugendherberge ist bei Schulklassen und Familien als Quartier beliebt, doch das Gebäude hätte eine Modernisierung inzwischen dringend nötig. Foto:  Slawik

Melsungen. Das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) möchte seine Jugendherberge in Melsungen aufwerten und auf einen modernen Baustandard bringen.

Auf jeden Fall wolle man den Standort in der Bartenwetzerstadt erhalten, betonte eine Sprecherin des DJH-Landesverbandes Hessen am Dienstag auf Anfrage der HNA. Damit widersprach das Jugendherbergswerk einer Darstellung der Melsunger CDU. Deren Fraktionschef Bernhard Lanzenberger hatte öffentlich mitgeteilt, er habe Informationen, wonach das DJH sein Haus in der Bartenwetzerstadt zum Jahresende möglicherweise aufgeben wolle.

Stimmt nicht, hieß es beim DJH-Landesverband in Frankfurt: Vielmehr seien am Dienstag Vertreter des Jugendherbergswerks Hessen mit Melsungens Bürgermeister Dieter Runzheimer und Landrat Frank-Martin Neupärtl zusammengetroffen. Dabei sollte die Frage erörtert werden, mit welchen Beihilfen von Stadt, Kreis und Land das DJH für eine Modernisierung seines Melsunger Hauses rechnen könne. Das Jugendherbergswerk hoffe auf Perspektiven, „die uns helfen, die Melsunger Jugendherberge auf den neuesten Stand zu bringen“, sagte die Sprecherin.

Dass das Haus in der Bartenwetzerstadt offenbar nicht von einer kurzfristigen Schließung betroffen ist, geht auch aus der Tagesordnung zur nächsten Sitzung des Melsunger Stadtentwicklungsausschusses hervor. Am Dienstag, 23. November, will Landesvorsitzender Jörg Opitz in diesem Gremium Planungen darlegen, wie sich das Jugendherbergswerk die Zukunft der Melsunger Herberge vorstellt. Die öffentliche Versammlung beginnt um 17.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.

Die Melsunger CDU hingegen will nach einem Ortstermin wissen, dass beim DJH die Wirtschaftlichkeit des Melsunger Hauses wegen eines erheblichen Investitionsbedarfs kritisch geprüft werde. Lanzenberger meinte, es sei „keinesfalls zwingend, dass das DJH Betreiber des Hauses sein muss“. Von anderen Herbergsstandorten seien „Beispiele bekannt, wo andere Betreiber, zum Teil mit Hilfe von Investoren, solche Einrichtungen erfolgreich führen“.

Die Melsunger Jugendherberge sei wegen der Nähe zu den Schwimmbädern und Sportanlagen auch für Familien und Vereine besonders interessant, schreibt die CDU. Ihr Erhalt sei auch deshalb wichtig, weil im Fall einer Schließung des 128-Betten-Hauses mehr als ein Drittel der Melsunger Gästebetten entfallen würde. (asz)

Quelle: HNA

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