Jugendliche gingen den ökumenischen Kreuzweg - Erinnerung an Leid in der Welt

Sie gingen zusammen den ökumenischen Kreuzweg: Viele Kinder und Jugendliche haben sich Karfreitag an dem Angebot der evangelischen Kirchengemeinden Pfaffenhausen und Freudenthal beteiligt. Foto: privat

Freudenthal/Pfaffenhausen. Der ökumenische Kreuzweg der Jugend gehört seit 20 Jahren fest zum Karfreitags-Programm der evangelischen Kirchengemeinden Pfaffenhausen und Freudenthal. Am vergangenen Freitag haben sich trotz des schlechten Wetters wieder zahlreiche Gemeindeglieder auf den Weg gemacht. Darunter waren viele Kinder und Jugendliche.

Eröffnet wurde der Kreuzweg von Pfarrer Jochen Löber in der evangelischen Kirche Freudenthal. Löber nahm in seiner Begrüßung das diesjährige Motto des Kreuzweges auf: „Gott, wo bist du?“ „Diese Frage stelle ich mir, wenn ich von großem Leid, massiver Ungerechtigkeit und dem Tod Unschuldiger höre. Ich denke an Kriegstote in der Ukraine, an Flüchtlinge auf dem Mittelmeer, an Opfer des IS-Terrors“, sagte Löber.

Die Texte aus dem Mitarbeiterheft sind stets aktuell. Zu den Texten, gelesen von Kirchenvorstehern, wurden großformatige Plakate hoch gehalten, die die Stationen des Kreuzweges Jesu auf der „Via Dolorosa“ in Jerusalem aus heutiger Sicht zeigen. An der Station „Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz“ sitzt ein Verkäufer von Süßigkeiten. „Ob er weiß, was damals hier geschehen ist? Vielleicht liegt er selbst auch am Boden, weil keiner etwas kauft?“, heißt es in dem Text.

Am Ende des Weges sehen die Gläubigen, wie Pilger in die Grabeskirche in Jerusalem strömen. „Der Stein ist weg. Das Grab ist voll mit Menschen. Doch Jesus ist hier nicht zu finden. Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ So endet der Kreuzweg mit einem Hoffnungsbild: „Gott, Dich finden wir nicht bei den Toten, Du lässt Dich im Leben finden. Hilf uns, dass wir Dich hier suchen.“ In der evangelischen Kirche Pfaffenhauen wartete auf die Teilnehmer nach Vaterunser und Segen ein Frühstück.

Ein besonderer Dank geht an die Kirchenvorstände sowie an die Mitarbeiter der Kinderkirche, die die Kinder auf das Thema vorbereitet und mit ihnen kleine Holzkreuze gebastelt hatten. (red)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare