Bundestrend auch in der Region: Jugendliche greifen seltener zur Zigarette

Wolfhager Land. Rauchen liegt nicht mehr so im Trend wie noch vor einigen Jahren. Einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge rauchen nur noch 13 Prozent der Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren.

Somit habe sich der Anteil von 28 Prozent im Jahr 2001 bis jetzt mehr als halbiert. Dieser Tiefstand bestätige sich auch für die Region, teilte Barbara Beckmann, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin, mit. Beckmann ist Leiterin der Jugend- und Suchtberatung beim Verein Drogenhilfe Nordhessen. „Wir erleben einen ungebrochenen Trend hin zum Nichtrauchen“, sagt Beckmann. Die meisten Jugendlichen würden Zigaretten gar nicht erst ausprobieren. „Es ist nicht mehr schick.“

Als möglichen Grund für die sinkenen Zahlen nennt Beckmann intensivere Aufklärung junger Menschen über Tabak-Konsum. So hängen zum Beispiel in Schulen, Krankenhäusern und Beratungsstellen Plakate aus, die über die gesundheitlichen Risiken des Rauchens informieren. Außerdem würden Rauchverbote in Kneipen und öffentlichen Gebäuden Wirkung zeigen.

Als besonders entscheidend beurteilt Barbara Beckmann den Einfluss von Eltern. Deren Einstellung bestimme, ob Kinder irgendwann zur Zigarette greifen oder nicht. Kinder von Eltern, die rauchen, würden zu 98 Prozent auch damit anfangen, sofern Eltern die Einstellung hätten, dass sie es ihren Kindern sowieso nicht verbieten können. Es sei aber weit verbreitet, dass sogar rauchende Eltern ihren Kindern den Tabakkonsum erfolgreich ausreden könnten, wenn sie es denn versuchten. Dies sei das Ergebnis einer wissenschaftlichen Untersuchung.

Jugendliche dürfen Tabakwaren erst ab 18 kaufen. Werden Jüngere mit einer Zigarette erwischt, würde dies zwar nicht als Straftat bewertet, allerdings würden die Eltern benachrichtigt, erklärte eine Sprecherin der Polizei Kassel.

Quelle: HNA

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