Christoph Gottmann (26) baut die Arbeit mit jungen Leuten im Kneippheilbad neu auf

Jugendpfleger am Start

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Wünscht sich Anregungen von jungen Neukirchenern: Der Sozialpädagoge Christoph Gottmann ist der neue Jugendpfleger für die Knüllstadt.

Neukirchen. Im vergangenen Jahr entschieden die Gremien der Stadt Neukirchen, die Jugendarbeit wieder allein in kommunale Hände zu legen: Seit Anfang Februar ist Christoph Gottmann der neue Jugendpfleger für die Knüllstadt. Der 26-jährige Südhesse hat erst kürzlich sein Studium an der Fachhochschule in Hephata abgeschlossen, für ihn ist es seine erste Stelle.

Vorerst hat Christoph Gottmann sein Büro im Neukirchener Rathaus. Doch das soll bald anders werden – derzeit wird nach einem geeigneten Jugendraum gesucht. Noch in diesem Jahr soll das Angebot eines Jugendtreffs realisiert werden. Beim vorherigen Konstrukt der kirchlich-kommunalen Jugendarbeit hatte die Kirchengemeinde einen Raum zur Verfügung gestellt. „Ich bin mit der Schulsozialarbeiterin der Steinwaldschule im Gespräch. Wir möchten die Jugendlichen in den Findungsprozess einbeziehen – schließlich sollen sie sich in dem Raum wohl fühlen“, sagt Gottmann.

Im Park und auf Facebook

Kontakt zu jungen Leuten hat der 26-Jährige schon aufgenommen. Entweder persönlich an Treffpunkten wie dem Parkplatz eines Supermarktes, im Park oder via Facebook. „Über neue Medien erreicht man die meisten“, weiß der Sozialpädagoge. Von Seiten der städtischen Gremien wurde der Wunsch an ihn heran getragen, zukünftig auch die Jugendräume in den Ortsteilen zu betreuen. „Viele sind selbst verwaltet. Wenn es läuft, spricht nichts dagegen“, erklärt Gottmann. Für Neukirchen wünscht sich der Jugendpfleger ein offenes Angebot, aber auch Gruppen – je nach Interesse. „Ich würde gern auch etwas für Jüngere anbieten, damit sie dabei bleiben und in den Jugendtreff überwachsen.“

Selbst sieht sich Gottmann als Ansprechpartner bei Sorgen und Problemen. Eigene Ideen hat er: Sportliche Angebote wie etwa das Ausprobieren von Trendsportarten wie Slacklining (Balancesport) kann er sich vorstellen. Auch Kanu-Ausflüge sowie eine Freizeitgestaltung für die Ferien soll es geben.

In Planung sind die Kinderkulturtage: „Hier gibt es schon ein gutes Team.“ Seine Dienstzeiten will er künftig im Internet sichtbar machen: „Damit die Jugendlichen wissen, wann ich im Büro ihr Ansprechpartner bin.“

Worauf sich der Sozialpädagoge freut, ist auch der Austausch mit Kollegen aus dem Kreis. „Das ist gut organisiert“, sagt er. Was er sich wünscht ist, dass sich junge Neukirchener einbringen, ihre Wünsche formulieren. Zur Zukunftsmusik gehört die Idee eines Stadtjugendrings – ein Zusammenschluss aller Vereinsvertreter, die Jugendarbeit machen. Auch eine Art Jugendparlament möchte Gottmann realisieren.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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