Den Siegern winkte ein Eis

Jugendwehr Obermelsungen feierte mit vielen Gästen den 40. Geburtstag

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Sportlicher Nachwuchs: Annika Pfropf, Pauline Jakob und Andrea Pfropf (von links) aus Günsterode meisterten den Kriechtunnel.

Obermelsungen. Als Werner Müller vor 40 Jahren die Jugendfeuerwehr in Obermelsungen gründete, waren nur Jungs dabei. Heute ist es selbstverständlich, dass auch Mädchen in der Nachwuchstruppe lernen und löschen: Unter den derzeit 13 Jugendlichen sind fünf Mädchen.

Sie üben unter der Regie von Jugendwartin Kerstin Schmidt.

Den 40. Geburtstag feierten die Obermelsunger am Samstag mit acht Mannschaften und vielen Wettkämpfen auf dem Sportgelände. Die Teams bewiesen eine ruhige Hand beim heißen Draht, Geschicklichkeit beim Kistenspiel und ein gutes Auge beim Feuerwehrpuzzle, das aus verschiedenen, aber bunt gemischten Puzzles bestand, und deshalb neu sortiert und zusammengesetzt werden musste.

Sieger bei den Staffeln wurde Dagobertshausen, gefolgt von Günsterode, Obermelsungen, Beiseförth-Malsfeld und Mörshausen. Bei den Gruppen lag die Jugendfeuerwehr Felsberg vorne, es folgten Melsungen und Elbersdorf. Als Lohn gab es jedoch keine Pokale, sondern zur großen Freude der Sieger einen Gutschein für die Eisdiele.

Insgesamt 105 Jungen und 20 Mädchen haben seit der Gründung 1974 die Jugendfeuerwehr durchlaufen. Das zahlt sich aus: Die Obermelsunger Einsatzabteilung setze sich bis auf eine Ausnahme komplett aus ehemaligen Mitgliedern der Jugendwehr zusammen, sagte Wehrführer Thorsten Schmidt.

Bürgermeister Marcus Boucsein lobte das Engagement von Gründer Werner Müller, der schon vor 40 Jahren die Bedeutung der Jugendarbeit erkannt hatte und sie 18 Jahre lang führte. Die Obermelsunger Veranstaltung bezeichnete Boucsein als Generalprobe für das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager, das in drei Wochen in Melsungen stattfindet.

Stadtbrandinspektor Frank Ebert würdigte das große Engagement der Betreuer, die sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen müssten, damit die Kinder und Jugendlichen weiter mitmachen. Dies sei den Obermelsungern bisher sehr gut gelungen.

Das bestätigte auch Heinz Boßmann, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. Er rief die Eltern auf, ihre Kinder zur Jugendfeuerwehr zu schicken. Dort lernten sie nämlich nicht nur, Brände zu löschen und im Notfall beherzt zu helfen, sondern auch Kameradschaft und ein gutes Miteinander.

Von Helmut Wenderoth

Quelle: HNA

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