Jugendwerkstatt begleitet Schüler und Auszubildende auf dem Weg zu Abschlüssen

Jugendwerkstatt: So klappt’s mit dem Beruf

In den Arbeitsräumen der Jugendwerkstatt: von links Andreas Fischer (IHK), Jutta Miegel, Angelika Horstkotte-Pausch (Jugendwerkstatt), Maik Gerhold, Robert Szeltner (Georg-August-Zinn-Schule) und Richard Max. Foto:  privat

Felsberg. 23 junge Leute haben ihre Ausbildung in der Jugendwerkstatt Felsberg abgeschlossen, 19 von ihnen fanden einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt. Auch wenn die finanzielle Situation der Jugendwerkstatt aufgrund von Kürzungen nicht rosig ist, so profitieren doch viele Jugendliche von dem vielfältigen Angebot.

Dazu gehört neben der Berufsausbildung die Berufsvorbereitung. Von 38 Teilnehmern konnten im Jahr 2011 elf Jugendliche direkt in eine Ausbildung vermittelt werden, heißt es im Jahresbericht der Jugendwerkstatt. In der Berufsvorbereitung wird für jeden Teilnehmer ausgelotet, welche Stärken und Schwächen er hat.

„Natürlich freuen wir uns“, heißt es im Jahresbericht, „über die vielen Vermittlungserfolge und über die mit viel Anstrengung erarbeiten Schulabschlüsse. Wir sehen aber, wie schwer es ist, Ausbildungsreife in nur zwölf Monaten zu erreichen. Darum denken wir darüber nach, das Konzept für unsere Arbeitsgruppen zu verändern und den Praxisanteil zu erhöhen.“

Seit fünf Jahren unterstützt die Stiftung der PSD-Bank die Berufsorientierende Praxis, kurz BoP, der Jugendwerkstatt. 2011 gab es 15 000 Euro. Von der IHK Kassel gab es 5000 Euro für die besondere BoP-Variante mit der Georg-August-Zinn-Schule in Gudensberg.

Andreas Fischer, Leiter des IHK-Servicezentrums Schwalm-Eder und Robert Szeltner, Rektor der GAZ machten sich kürzlich ein Bild davon, wie das Berufsorientierungsprogramm in der Jugendwerkstatt denn genau abläuft.

Die Schüler freuten sich über diesen Besuch und führten ihre Arbeiten in der Metall- und Malerwerkstatt vor. Einige Jugendliche waren überrascht, welche Fähigkeiten in ihnen stecken und welche Berufe somit möglich sind. Die Schüler kommen zehn Tage lang für mehrere Stunden in die Ausbildungswerkstätten der Jugendwerkstatt und werden mit drei bis vier Berufen ihrer Wahl vertraut gemacht. Mit der Herstellung kleiner Produkte, die sie mit nach Hause nehmen dürfen, probieren sie sich aus und werden von den Ausbildungsmeistern bewertet. So gewinnen sie Klarheit, welche Berufe für sie geeignet sein könnten und welche nicht.

Daneben gibt es weitere Angebote wie die deutsch-polnische Austauschkooperation, Hilfen für Langzeitarbeitslose, Integration durch Austausch und die Kompetenzagentur, die kreisweit seit Juli 2007 1000 junge Menschen über ihre berufliche Möglichkeiten informiert hat. Viele von ihnen wurden individuell betreut. (bmn)

Quelle: HNA

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