Agentur für Arbeit spricht von normaler Entwicklung

Juli: Mehr Arbeitslose in Fritzlar-Homberg

Martin Büscher

Fritzlar-Homberg. Im Juli waren in Fritzlar-Homberg mehr Menschen arbeitslos als einen Monat zuvor. Die Quotebetrug nach Angaben der Agentur für Arbeit in Fritzlar 5,0 Prozent, im Juni waren es 4,7 Prozent gewesen.

Für Martin Büscher, Leiter der Agentur für Arbeit, ist das keine Überraschung. Er habe mit genau dieser Entwicklung gerechnet, sagte er. Das Ausbildungsende und der Schuljahresschluss seien die Gründe für den Anstieg.

Im aussagekräftigeren Vergleich zum Juli des Vorjahres sieht die Entwicklung deutlich besser aus. Damals hatte die Quote 5,4 Prozent betragen, also 0,4 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Der Agenturchef rechnet damit, dass die Zahl der Arbeitslosen in den kommenden Monaten wieder erkennbar sinken wird. Für August und vor allem September erwarte er eine deutliche Entspannung, erläuterte Büscher. Dann werde voraussichtlich wieder eine Vier vor dem Komma stehen.

Ein Grund für seinen Optimismus ist die Anzahl der freien Stellen, die der Agentur im Juli neu gemeldet wurden. Es waren 180, das waren 63 mehr als im Juni dieses Jahres und 49 mehr als im Vorjahres-Juli.

Vor den Ferien habe die Nachfrage deutlich nachgelassen, jetzt würden hingegen bereits für den Herbst Mitarbeiter gesucht. Bedarf an Arbeitskräften gibt es demnach vor allem in den Bereichen Handel, Pflege sowie im Metall- und Elektrohandwerk (unter anderem Elektroinstallateure, Kfz-Bereich und Sanitär). Etwas nachgelassen habe dagegen die Nachfrage in der Logistibranche, die monatelang immer wieder viele Stellenangebote gemeldet hatte.

Für diejenigen, die jetzt ihre Ausbildung beendet haben, sieht Martin Büscher gute Aussichten. Sie hätten generell gute Chancen auf eine Anstellung. Auch viele Schulabgänger würden voraussichtlich demnächst nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik auftauchen, so Büscher, weil sie eine Ausbildung oder ein Studium begännen.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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