Premiere für turbulente Komödie ist am 3. März

"Die Wurzel des Übels": Zahnarzt im Einsatz bei neuem Stück der Jungen Bühne

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Wurzelbehandlung: Der Polizist (Florian Henne) wartet auf die Zahnarztbehandlung. Er weiß nicht, dass die Bankräuber (Paul Röhl links und Roman Harrer rechts) sich als Zahnärzte getarnt haben.

Niederelsungen. Ein Polizist mit Zahnschmerzen und zwei Bankräuber als Zahnärzte: Für diese verzwickte Situation ist nicht nur ein echter Zahnarztstuhl auf der Bühne. 

„Nicklas kommt von links in die Mitte der Bühne, Verbeugung, zurück zum Standort. Dann kommt Lisa von rechts, Verbeugung und so weiter. Und die beiden Bankräuber kommen durchs Fenster in die Mitte,“ sagt Regisseur Florian Lehmann, der vor der Bühne steht und dem Team Anweisungen für ihr Auftreten nach der Schlussszene gibt.

Am 03. März 18 soll die Premiere der typischen Boulevardkömodie „Die Wurzel des Übels“ von Stephanie Schimmer stattfinden und bis dahin muss jede Szene sitzen und alles organisiert sein.

Aus diesem Grund gibt Florian Lehmann auch die nächsten Termine bekannt und diesmal geht es um Bühnenbild, Ton oder Beleuchtung und einiges mehr. Denn das Bühnenbild sieht auch noch sehr unfertig aus. Aber das wichtigste Requisit steht schon: ein echter, voll funktionsfähiger Zahnarztstuhl. Es hat einige Mühe gekostet, ihn auf die Bühne zu hieven. Gut, dass ein echter Zahnarzt bei der Jungen Bühne mitspielt. Dr. Wolfgang Kümpel, ehemals Zahnarzt in Zierenberg, zeigt dem Team, wie sie den Stuhl bedienen und was sie bei einer Zahnbehandlung beachten müssen.

Nun kann auch gleich eine der Anfangsszenen geprobt werden. Darin spielt Florian Henne einen Polizisten mit Zahnschmerzen. Sehr überzeugend verzieht er das Gesicht und stöhnt vor Schmerzen. Roman Harrer und Paul Röhl sind schauspielerisch gesehen in einer noch schwierigeren Position. Sie stellen zwei Bankräuber dar, die sich auch noch als Zahnärzte ausgeben. Dazu müssen sie mit entsprechender Mimik, Gestik und Sprache zwischen zwei verschiedenen Rollen hin und her springen.

Teamarbeit: Die Regisseure Florian Lehmann (vorne links) und Arno Henkelmann (vorne rechts) besprechen mit den Darstellern weitere Termine. 

Dann geht auch prompt noch etwas schief. Die übergroße Styropor-Zahnbürste, die als Narkosehammer dient, bricht bei der Aktion unvermittelt in der Mitte durch. Das könnte ganz schön Panik unter den Darstellern bei einer Aufführung hervorrufen. Doch Regisseur Carsten Jubelt beruhigt alle: „Besser so etwas passiert jetzt als am Theaterabend.“ Nach der Szenenprobe wird eingehend darüber diskutiert, was gut gelaufen ist und was noch verbessert werden kann. Nicht nur die Regisseure auch die anderen Darsteller geben ihre Meinung dazu ab.

Schon seit Anfang November trifft sich das Team. Am Anfang standen die Auswahl des Stücks, die Rollenbesetzung und Leseproben. Die Bühnenproben finden seit Anfang Dezember statt. Doch damit ist eine Theateraufführung noch lange nicht abgeschlossen. Das Team der Jungen Bühne kümmert sich auch um den Bühnenaufbau bis hin zur Organisation des Caterings durch eine Jugendgruppe. Genau wie bei der großen Schwester, der Waldbühne, wird alles ehrenamtlich von allen gemanagt. Seit 1977 hat die Junge Bühne schon 21 verschiedene Stücke erfolgreich aufgeführt. Auch für dieses Jahr sind schon fast tausend Eintrittskarten für das neue Stück verkauft worden. 

Spieltermine: 03.03.18, 10.03.18, 11.03.18, 17.03.18, 18.03.18, 24.03.18, 25.03.18, 29.03.18 und 01.04.18 Beginn ist jeweils um 20.00 Uhr. Eintritt: 8 Euro

Quelle: HNA

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