SPD will Förderprogramm installieren

Junge Familien nach Breuna locken

Breuna. Auf Vorschlag des SPD-Ortsvereins Ober- und Niederlistingen griff die SPD-Fraktion in der Breunaer Gemeindevertretung das Förderprogramm „Jung kauft Alt“ der westfälischen Gemeinde Hiddenhausen auf. „Jetzt ist der Punkt erreicht, wo wir dem Immobilienleerstand in der Gemeinde aktiv entgegentreten müssen. Wir wollen junge Familien in der Gemeinde halten und weitere hinzugewinnen“, so Fraktionsvorsitzende Marlies Weymann-Flörke.

Die SPD werde das Konzept aus Hiddenhausen in abgewandelter und auf Breuna zugeschnittener Form in die nächste Gemeindevertretersitzung (22. September) einbringen.

Zu wichtigen Standortfaktoren für Gemeinden im ländlichen Raum gehöre auch bezahlbarer Wohnraum in strukturell intakten Ortskernen - und genau hier setze das Förderprogramm „Jung kauft Alt“ an, betonte Weymann-Flörke. Dem schleichenden Immobilenleerstand und -verfall wolle man mit der gezielten Förderung beim Erwerb von alten Immobilien entgegentreten.

Eckpunkte der Förderrichtlinien sollen sein: • Die Immobilie muss mindestens 50 Jahre alt sein. • Ausführliche Altbaugutachten mit Empfehlungen für Modernisierungsmaßnahmen und energetische Sanierungen werden mit einer Grundsumme von 600 Euro gefördert; pro Kind kommen 300 dazu (Höchstbetrag: 1500 Euro). • Beim Kauf einer Immobilie ist bei entsprechenden Modernisierungsarbeiten ein jährlicher Fördergrundbetrag von 1000 Euro möglich; pro Kind kommen weitere 250 Euro hinzu (Höchstbetrag: 1750 Euro). • Laufzeit der jährlichen Förderung: fünf Jahre.

In Hiddenhausen, so SPD-Pressewart Henning Finis, seien knapp zwei Drittel der geförderten Haushalte in die Gemeinde zugezogen. Der Anteil an Kindern unter drei Jahren stieg innerhalb von knapp drei Jahren von 456 auf 475.

Das Förderkonzept sei spekulationssicher. In Einzelfällen habe der Gemeindevorstand das letzte Wort. (red/bic)

Quelle: HNA

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