Burgverein leistete im Vorjahr 2100 Arbeitsstunden für die Gemeinschaft

Junge Leute sind gefragt

Ehrungen beim Burgverein: Vorsitzender Heiner Maifarth (rechts) mit Erik Herzog, Reimund Hohmann, Cornelia Wienforth, Frieda Kördel, Norbert Scholz und Adolf Belz (von links). Foto: Schaake

Felsberg. Der Burgverein Felsberg wünscht sich mehr jüngere Mitglieder und auch mehr junge Helfer für die Arbeitseinsätze. Die Überalterung des Vereins sei ein Problem, sagte Vorsitzender Heiner Maifarth in der Jahreshauptversammlung im Ratskeller. Wie aus der Statistik von Walter Werner hervorgeht, liegt das Durchschnittsalter der 624 Mitglieder bei 56 Jahren. Der größte Teil sei 60 bis 80 Jahre alt.

2100 Stunden habe der Arbeitskreis im Vorjahr für die Allgemeinheit geleistet, sagte Arbeitswart Erik Herzog: „Wir brauchen dringend Nachwuchs in allen Bereichen des Vereins.“ Anderenfalls bestehe die Gefahr, dass die Burg nicht mehr so gut gepflegt werden könne wie bisher. „Wahrzeichen der Heimat - seine Erhaltung, unsere Verpflichtung.“ Dieser Satz am 30 Meter hohen Bergfried müsse immer für alle Mitglieder gelten.

Heiner Maifarth bedauerte, dass die Mithilfe beim Marktplatz- und Weinfest sowie beim Weihnachtsmarkt nachlasse. Mit dem Vorstand des Heiligenbergvereins Gensungen wolle man demnächst beraten, wie man sich gegenseitig unterstützen könne. „Wenn das gemeinsame Handballspiel gut klappt, warum soll es nicht auch mit unseren beiden Vereinen klappen“, sagte der Vorsitzende. Ein Felsburg-Heiligenburgverein sei Zukunftsmusik.

Bedauerlich sei der Vandalismus auf der Burg. Das Beseitigen der Schäden koste Geld. Das Geld des Landes - Eigentümerin der Burg - reiche nicht aus. Der Wunsch der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten und der Stadt, die Burg dauernd zu öffnen, sei nur mit Unterstützung des Landes und der Stadt zu erfüllen, betonte Maifarth. Es sei schon schwierig, ehrenamtliche Kräfte für die Besucherbetreuung an den Sonntagen zu finden.

Der Burgverein ist laut Maifarth aus dem Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein ausgetreten, weil 67 Prozent der Mitgliedsbeiträge an diesen Verband geflossen seien. „Wir sind ein angesehener Verein, der vom Idealismus lebt“, sagte er. Er dankte der Stadtsparkasse und der VR-Bank für die Unterstützung.

„Sie sind für uns das größte Tourismusbüro“, sagte Bürgermeister Volker Steinmetz zu den Leistungen des Burg- und des Heiligenbergvereins: „Ihre Leistungen sind beachtlich.“ Steinmetz möchte die Zusammenarbeit mit dem Chattengau vertiefen und regte Patenschaften des Burgvereins mit Schülern an, damit mehr junge Menschen an den Verein herangeführt werden.

Dass die Felsburg in den Kultursommer einbezogen wird, begrüßte Ortsvorsteher Klaus Döll und sagte Unterstützung zu. „Hut ab vor den ehrenamtlichen Leistungen des Burgvereins und den Aktivitäten der Wanderer“, sagte Manfred Fischer namens des Heiligenbergvereins. (m.s./nh) Kontakt: Heiner Maifahrt, Telefon 05662/6121.

Quelle: HNA

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