Die Jugendfeuerwehr Böddiger feierte mit Dorftag ihr 40-jähriges Bestehen

Jungen geben den Ton an

Reine Männersache: Die Jugendfeuerwehr Böddiger mit von links Fabrice Pollmer, Nico Brenzel, Nils Griesel, Lukas Angersbach, Jugendwart Daniel Kubiak, Niklas Porst, Adrian Volkert und Christian Griesel. Fotos: Rohde

Böddiger. Die Jugendwehr kann das Sprungbrett für eine Karriere im Brandschutz sein. Kreisbrandinspektor Werner Bähr ist dafür ein gutes Beispiel. Seine Laufbahn begann vor 40 Jahren als Jugendwart in der Nachwuchsabteilung der Wehr seines Heimatdorfes Böddiger. Am Samstag stand er hinter der Theke und unterstützte den Nachwuchs bei der Jubiläumsfeier. Mit einem Dorftag wurde das 40-jährige Bestehen der Jugendwehr gefeiert.

Neun Jungen begeistern sich in Böddiger für Löschtechnik und gemeinsame Freizeitaktivitäten. Jugendfeuerwehr – das ist derzeit in Böddiger reine Männersache. Mädchen könne man zurzeit leider nicht für die Feuerwehr interessieren, sagt Jugendwart Daniel Kubiak.

Immer mittwochs um 17.30 Uhr trifft sich die Gruppe am Feuerwehrgerätehaus zu altersgerechter Brandschutzerziehung. Gemeinsame Zeltlager, Fahrten, Kino-Besuche und Grillfeten gehören ebenfalls zum Angebot der Jugendarbeit.

Es wird immer schwieriger, die Jugendlichen zu erreichen.“

Wehrführer Timo Träbing

„Man muss schon einiges bieten. Es wird immer schwieriger, die Jugendlichen zu erreichen“, sagt Wehrführer Timo Träbing, der seine Laufbahn natürlich auch mit der Ausbildung in der heimischen Jugendwehr begonnen hat. Das Freizeitverhalten der Kinder habe sich sehr verändert.

Mit zehn Jahren kann man sich heute einer Jugendfeuerwehr anschließen. Vor 40 Jahren musste man mindestens zwölf sein.

60 bis 70 Prozent der jungen Leute wechseln in die Einsatzabteilung. Mit großem Erfolg wurde in Böddiger vor zwei Jahren erstmals eine Übergangsgruppe angeboten. Mit einer speziellen Ausbildung habe man ältere Jugendliche an das Niveau der Einsatzabteilung herangeführt, berichtet Daniel Kubiak. Unter anderem absolvierten sie auch bereits den Grundlehrgang. Mit dem Ergebnis, dass fünf junge Leute in die Einsatzabteilung übernommen werden konnten. Dort sind zurzeit 18 Feuerwehrleute aktiv. Viele von ihnen unterstützten die Jugendfeuerwehr am Samstag bei ihrem Jubiläum.

Für Jugend- und Miniwehren wurden Pokalwettkämpfe ausgerichtet, bei denen ein Parcours mit Spaß-Aktionen zu bewältigen war und Fragebogen ausgefüllt werden mussten.

Von der Kreisjugendfeuerwehr war Ronja, das Rodeo-Schaf, ausgeliehen worden. Die meisten Reiter landeten aber schnell in den Luftkissen der aufblasbaren Rodeo-Landschaft. Für die jüngsten Besucher gab es einen Spiele-Parcours und eine Bastelecke.

Brandschutz-Vorführungen

Mit realistischen Vorführungen machte die Feuerwehr auf Gefahrensituationen im Haushalt aufmerksam. Sie simulierten eine Fettexplosion, einen Weihnachtsbaumbrand und die Explosion einer Spraydose. An einem Informationsstand wurde unter anderem die Funktion von Rauchmeldern demonstriert.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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