Nach Angriff: Claus, Doris und Mizo haben sich erholt

Jungstörche werden flügge - neuer Horst für die Tiere

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Sie haben den Umzug geschafft: Die Jungstörche Claus, Doris und Mizo haben einen neuen Horst bekommen.

Wabern. Claus, Doris und Mizo sind umgezogen. Die Jungstörche haben bei der Storchenstation Wabern einen neuen, eigenen Horst. Inzwischen haben sie sich von dem brutalen Angriff erholt. Ein Storch vom Horst Ederaue hatte Mitte Juni die Tiere angegriffen und schwer verletzt.

Die Storchenstation Wabern hat für das Trio einen Auswilderungshorst gebaut. So sollen die Gefahren für den Jungfernflug so gering wie möglich gehalten werden. Denn: Mindestens so wichtig wie die Aufzucht und Pflege ist eine artgerechte Auswilderung, erklärt Andrea Krüger-Wiegand von der Storchenstation. Ohne die Auswilderung habe ein Jungtier in der Natur wenig Überlebenschancen.  

Spendenkonto: HGON Arbeitskreis Schwalm-Eder, Stichwort: Storchenstation Wabern, IBAN DE81530932000002176424, BIC GENODEF51ALS.

Jungstörche benötigen einen vertrauten Platz, den sie nach ihrem Jungfernflug wieder anfliegen können. Einen Ort, an dem sie weiter Futter erhalten, sich ausruhen und nächtigen können. Geeignet dafür ist ein halbhoher Nestnachbau, der einerseits ohne größeren Aufwand eine Versorgung der Jungvögel mit Futter ermöglicht, andererseits aber durch seine Höhe ein vorzeitiges Abspringen der Jungen verhindert. Ein solcher Nestbau wird als Auswilderungshorst bezeichnet.

Erst wenn ihre Flüge sicherer werden, beginnen die Jungstörche damit, auf Wiesen und Feldern eigenständig nach Nahrung zu suchen und sich anderen Artgenossen anzuschließen.

Jungfernflug geschafft 

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In einem Eilauftrag wurde deshalb ein Auswilderungshorst von der Zimmerei Bauer aus Zennern gebaut. „Die Umsetzung der Störche verlief problemlos“, erklärt Krüger-Wiegand. Das Trio fühle sich im neuen Horst sehr wohl. Mizo hat seinen Jungfernflug bereits erfolgreich absolviert und ist anschließend zurück gekehrt.

Für die Finanzierung des Ausweichhorstes, für Futter und die medizinische Versorgung der Weißstörche sowie für die Anlage von Nahrungsgebieten ist die Storchenstation auf Spenden angewiesen.

Andrea Krüger-Wiegand ruft zur Unterstützung auf. „Helfen Sie mit, den Weißstorch in Wabern zu schützen.“

Quelle: HNA

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