Gensunger Heiligenbergverein: Lob für Sanierung des Aussichtsturms 

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Dankbar für den Abschluss der Restaurierungsarbeiten ohne Unfall: Das Verfugen am Turm und Vorkehrungen gegen eindringendes Wasser waren der letzte Bauabschnitt. Fritz Stack (Mitte) erläuterte während eines Rundganges alle Bauabschnitte seit elf Jahren.

Gensungen. Hessenlandes Krone, wie die Burg Heiligenberg auch genannt wird, ist um eine Attraktion reicher. Der 393 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Aussichtsturm wurde nunmehr auch innen restauriert und gegen eindringendes Wasser geschützt.

Die Bausanierer und Denkmalpfleger des Heiligenbergvereins leisteten dafür 133 Stunden. Dafür gab es beim Tag der offenen Tür am Samstag bei herrlichem Spätsommerwetter viel Dank und Anerkennung. Bereits im Jahre 2008 war der Turm aus Basaltstein-Mauerwerk außen verfugt worden.

Vor elf Jahren hatten die Restaurierungsarbeiten begonnen. Eigentlich sollte der 19. Tag der offenen Tür am 30. Juni dieses Jahres der letzte sein, sagte Fritz Strack namens des Arbeitskreises. Danach sei der Wunsch geäußert worden, “dass der Turm so nicht bleiben kann.” Das war der Anlass für die Herbstkampagne, bei der Dieter Schmidt, Thomas Groß, Hermann Herwig, Albert Bläsing, Karl-Heinz Metz und Walter Scheffer 133 Arbeitsstunden leisteten.

Die Gesamtbilanz erhöht sich damit auf 11.773 Stunden, sagte Strack unter dem Beifall der Besucher. Lege man die von der Denkmalpflege angesetzten 7,50 Euro pro Stunde zu Grunde, ergebe dies einen Wert von knapp 90.000 Euro. Strack: “Der Schwalm-Eder-Kreis als Eigentümer ist also um knapp 100.000 Euro reicher geworden.”

Strack dankte auch dem Schwalm-Eder-Kreis und der Denkmalpflege für die Unterstützung. “Damit erkläre ich die Restaurierung für beendet, aber wir wissen, dass es weitergehen wird.”

Dickes Lob

Beeindruckend nannte Stadtrat Hans Poth die freiwillige Arbeitsleistung. Hätte der Kreis die Arbeiten ausführen müssen, hätte dies ein Vielfaches mehr gekostet, und es hätte viel länger gedauert. “Ihnen gebührt für das gelungene Werk ein dickes Lob”, sagte Poth auch in Namen des Bürgermeisters. Der Heiligenbergverein Gensungen und der Burgverein Felsberg “sorgen für Lebensqualität auf dem Lande”. Nur noch die Stadt Schlitz habe, wie Felsberg, drei Burgen, betonte Poth.

“Eine großartige Leistung, auf die Sie alle stolz sein können”, sagte Vizelandrat Winfried Becker. Es sei unglaublich, was das Ehrenamt in den Dörfern noch leisten könne. Ohne das vorbildliche Engagement des Heiligenbergvereins gäbe es dieses Kleinod gar nicht mehr. “Ein weiterer Verfall dieses Juwels wäre eingetreten, und man könnte den herrlichen Rundumblick heute gar nicht mehr genießen.” Weil es dem Arbeitskreis Spaß gemacht habe, habe man solch eine Arbeitsleistung über elf Jahre bringen können.

“Diese vorbildliche Leistung wird in die Geschichte eingehen”, sagte Heidi Folwerk für die Ortsbeiräte Gensungen und Felsberg. Für eine “großartige Gesamtleistung” dankte Manfred Fischer im Namen des Vereinsvorstandes. Möglich gewesen sei dies, weil die Arbeitskreismitglieder “ihre Frauen im Hinterhalt” hatten.

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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