Firma wurde 1818 von Uhrmacher gegründet

Homberger Juweliergeschäft gibt es in siebter Generation

+
Familienbetrieb in der siebten Generation: Michael und Susanne Mannheim bieten in ihrem Geschäft Juwelier und Augenoptik A. Bode Brillen, Uhren und Schmuck sowie kleinere Reparaturen an. 

Homberg. Seit 200 Jahren gibt es in Homberg das Familienunternehmen A. Bode, Juwelier und Optik. Inhaber Michael Mannheim ist stolz auf die lange Tradition.

Wenn Michael Mannheim am Morgen die Türen seines Geschäftes an der Westheimer Straße in Homberg öffnet, warten schon die ersten Kunden darauf, bedient zu werden. Im Minutentakt ertönt die kleine Klingel, die Kundschaft ankündigt. Seit 200 Jahren ist das inzwischen so. Die Firma Juwelier und Augenoptik A.Bode ist ein Familienbetrieb, geführt in der siebten Generation. Dass Mannheim und seine Frau jetzt 200-jähriges Bestehen feiern, macht den 50-Jährigen vor allem eines: stolz.

„Meine Mutter hat schon als Jugendliche mitgearbeitet. Ich selbst war auch als Kind immer mit im Laden“, erzählt Mannheim. Er führt das Unternehmen seit 2001 mit seiner Frau Susanne. Gestartet sind die beiden mit einem Umbau. „Als wir den Laden übernommen haben, haben wir zwei Fachwerkhäuser miteinander verbunden“, sagt die 45-Jährige. Etwa 200 Quadratmeter Verkaufs- und Beratungsfläche mit angrenzender Werkstatt sind so entstanden und bieten Platz für Brillen, Uhren, Schmuck und Trauringe sowie kleinere Reparaturen. Angefangen wurde aber ganz klein: Im Mai 1818 als Uhrmachergeschäft von Carl Bode gegründet, führte der Uhrmacher das Unternehmen vermutlich allein, so Mannheim. Seine Nachkommen erweiterten das Angebot stetig. Heute trägt das Unternehmen noch immer den Namen von Mannheims Urgroßvater – Adolf Bode. Und das Geschäft blieb fest in Familienhand. Mannheims Eltern Karin und Rolf erweiterten es 1964 erstmals. Von nun an sollten in der Untergasse auch Brillen verkauft werden.

Noch heute arbeitet Rolf Bode fast täglich im Laden mit, sagt Michael Mannheim, der selbst Augenoptikermeister ist. „Und das mit 80 Jahren.“ Von dem Ein-Mann-Betrieb ist das Geschäft inzwischen zu einem Unternehmen mit drei Teilzeitkräften angewachsen. Ob es aber auch in Zukunft so weitergehen wird, das wissen die Mannheims nicht.

Große Konkurrenz

„Das Internet ist unser größter Konkurrent“, sagt Michael Mannheim. Zwar kämen noch immer Kunden, die bereits bei seinem Opa ihre Uhr gekauft hätten, um diese reparieren zu lassen. „Viele kommen bestimmt schon seit mindestens 50 Jahren. Da hat man schon irgendwas richtig gemacht“, sagt er. Dennoch: fast alles im Sortiment gebe es inzwischen auch im Internet. Das mache die Arbeit nicht immer einfach. „Ich glaube aber, dass die persönliche Beratung und der Service unser großes Plus sind“, so Susanne Mannheim.

Dass das Paar zusammen arbeitet und lebt, sei kein Problem. „Ich bin nicht jeden Tag im Laden. Das funktioniert gut bei uns“, sagt die 45-Jährige. Und weil der Familienbetrieb für die Mannheims so etwas Besonderes ist, wollen sie auch weiter ihr Möglichstes tun, um alles am Laufen zu halten. „Wir haben eine Qualität, auf die man sich verlassen kann“, ist Michael Mannheim überzeugt.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare