Kabarett am Weltfrauentag: Frieda Braun unterhielt die Gudensberger

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Sie ist eine echte Type: Die Kabarettistin Karin Berkenkopf stand beim Weltfrauentag als „Frieda Braun“ auf der Bühne in Gudensberg und sorgte für gute Unterhaltung des Publikums.

Gudensberg. Geballte Frauenpower war am Dienstag im Bürgerhaus von Gudensberg vertreten. Vor der Bühne verfolgte am Internationalen Frauentag ein überwiegend weibliches Publikum den Auftritt von „Frieda Braun" auf der Bühne.

Die Kabarettistin Karin Berkenkopf aus Winterberg schlüpfte in ihre Rolle der lebenserfahrenen Sauerländerin Frieda Braun. Sie war kurzfristig für die erkrankte „Rosemie“, die eigentlich auf dem Veranstaltungsprogramm am Weltfrauentag gestanden hatte, eingesprungen. Für das Catering sorgte das Frauennetzwerk des Schwalm-Eder-Kreises.

Bei Frieda Braun ging es aber nicht nur um Frauenthemen. Sie startete mit royalen Kapazitäten, plauderte über die Haltbarkeitswerte von Königin Beatrix und Queen Elizabeth, über Prinzen, die schon Könige sind und die, die es noch werden wollen und ältere Damen, die bis heute auf ihren Prinzen warten, wenn sie noch keinen „Björn Aut“ hatten.

Damit war aber kein norwegischer junger Mann, sondern eine Vollbremsung im Gehirn gemeint, die eintrete, wenn sich zu viel Fachwissen in Körper und Schädel ablagere.

Doch Frieda Braun wusste ein ganz einfaches Mittel gegen sämtliche „Wehwehchen“ und probierte diese gleich nach der Pause gemeinsam mit dem Publikum aus. „Du bist schön“, lauteten die wohltuenden Worte, die man sich am besten gleich morgens vor dem Spiegel selber sagen solle. Wenn der Körper aufgehört habe, sich dagegen zu wehren, dann wirke das Wunder.

Frieda widmete sich aber nicht nur vermeintlich medizinischen Belangen, sondern warf auch die Frage in den Raum, wie viel Bildung eine Beziehung wohl vertrage. Es werde nun mal problematisch, wenn sich „Frau“ fortbilde und dann merke, dass „Mann“ viel dümmer ist als sie.

Darum müsse man Bildung langsam und tröpfchenweise in eine Beziehung einfließen lassen, und so habe Frieda mit ihrer Katholischen Frauengruppe in Winterberg ein Fortbildungskursprogramm für Männer und Frauen entwickel, dass sie dem Publikum vorstellte. „Ich esse meine Heimat - Flora und Fauna im 6-Gänge-Menü“ und „Nacktschwimmen auf dem Rücken mit Wahlgesängen“ finde sich im Kursangebot.

Das Publikum amüsierte sich köstlich über das Programm der Kabarettistin und hatte viel Spaß mit der schrägen Figur Frieda Braun.

Tobender Applaus und die Forderung nach Zugabe ließen die Sauerländerin noch einmal aus dem Nähkästchen plaudern.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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