Kabarettgruppe „Die Bissquits“ trat zum letzten Mal nach 16 Jahren auf

Ein letztes Mal auf der Bühne, ein letztes Mal vor Publikum: Die Bissquits verabschieden sich, ein Team, das seit 16 Jahren Freunde des Kabaretts begeisterte.. Foto:  Grenzebach

Beiseförth. Noch einmal auf der Bühne stehen. Den Applaus des Publikums noch einmal tief einatmen, noch mal genießen. Ein Teil des Publikums steht plötzlich auf und klatscht in die Hände. „Zugabe“ ruft jemand aus dem Publikum in den Saal des Goldenen Löwen.

Doch das war es. Schluss. Der Abschied fällt den sieben Akteuren der Kabarettgruppe „Die Bissquits“ sichtlich schwer. Frank Eberlein, der in „Witwen unter Verdacht“ Stütze spielt, ergreift das Wort: „Ihr wart am letzten Abend das beste Publikum, das man sich hätte wünschen können.“ Über 160 Fans waren am Samstagabend nach Beiseförth gekommen, um zum letzten Mal die überaus wortwitzige, gesanglich hochkarätige und lebenslustige Truppe auf der Bühne zu erleben.

Der Ruf nach einer Zugabe bleibt nicht unerhört: Das Frauentrio Sattlers Erna (Sabine Eberlein), Frau Lehmann (Heike Schenk) und Witwe Wenig (Gabriele Koslowski) stimmen sich ein. „Das ist unser letztes Stück“, sagt Koslowski, und sie trällern mit viel Herzschmerz das altbekannte Lied, das für und über den Goldenen Löwen geschrieben wurde.

Dank ans Team

Eberlein hingegen bedankt sich bei der Crew – bei Tontechniker Ludger Pannenbäcker und seiner Familie, die das Ensemble in den vielen Jahren tatkräftig unterstützt haben. Auch Claudia Kaiser und Sigrid Stransky, sellvertretend für den Förderverein Goldene Löwe Beiseförth, brachten zum Abschied der Truppe ein Ständchen.

Die Gerüchteküche brodelte schon lange. Die Bissquits wollen aufhören, hieß es. Nun ist es Realität geworden. Frank Eberlein: „Ein tränendes Auge ist schon dabei. Unsere Motivation war immer, mal etwas anderes nebenbei zu machen, Leute einfach zum Lachen zu bringen und Leute zum Mitmachen zu motivieren.“

„Unsere Motivation war immer, mal etwas anderes nebenbei zu machen, Leute einfach zum Lachen zu bringen und Leute zum Mitmachen zu motivieren.“

Witwe Wenig gespielt von Gabriele Koslowski erklärt den Abgang so: „Wie jede große Rockgruppe trennt man sich mal, und genau so ist das jetzt auch mit den Bissquits.“ Gabriele Koslowski ist eine, die von Anfang an bei der Truppe war, über 16 Jahre lang. Michael Geise, der Doktor Weiss spielt, hat sich vor 15 Jahren dem Ensemble angeschlossen. „Wir waren viel auf Tour und haben bei vielen Feiern und Veranstaltungen gespielt. Wir haben uns die Treue des Publikums erarbeitet. Die Nachfrage war groß.“

Hoffen auf ein Comeback

Auch die Fans sind traurig über das Ende der erfolgreichen Bissquits. So äußert sich Klaus Renner aus Melsungen: „Ich finde es wirklich schade. Die haben sich auch in den Jahren richtig gesteigert. Die Männer wurden auch gesanglich immer besser und die Bühnenerfahrung merkte man ihnen an.“ Susanne Boge aus Malsfeld stimmt zu. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bissquits aufhören. Bei soviel Zuspruch ist das kaum denkbar. Ich hoffe auf ein Comeback.“

Quelle: HNA

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